Flughafen Klagenfurt: Wenig Bewegung auf dem Vorfeld, viel bei den Eigentümern.

Auskauf von LilihillKärnten holt sich den Flughafen Klagenfurt zurück

Der kleinste österreichische Verkehrsflughafen geht wohl wieder ganz ins Eigentum der öffentlichen Hand über. Die Regierung von Kärnten hat Millionen freigegeben, um die privaten Investoren am Airport Klagenfurt auszukaufen.

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Das Gerangel rund um den Flughafen Klagenfurt geht in die nächste Runde. Die Regierung des österreichischen Bundeslandes Kärnten hat am Montag (22. Mai) beschlossen, über die landeseigene Beteiligungsgesellschaft insgesamt 3,24 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um dem Investor Lillihill Group dessen verbliebene Anteile am Airport zurückzukaufen.

Vertraglich könnte die öffentliche Hand aufgrund der schwachen Verkehrszahlen (weniger als 100.000 Reisende pro Jahr) eine Call-Option ziehen. Bereits vor zwei Wochen hatten die Stadt Klagenfurt und das Land Kärnten als Minderheitseigentümer ihre Anteile über eine Kapitalerhöhung auf 58,2 Prozent angehoben. Der bisherige Mehrheitseigentümer Lillihill zog damals nicht mit und verlor die Mehrheit.

Weit vom Niveau großer Zeiten entfernt

Hintergrund der Querelen rund um den kleinsten österreichischen Flughafen ist vor allem der schwache Leistungsausweis, der zuletzt bis an den Rand der Insolvenz führte. Große Ausbauvorhaben, die nach der Mehrheitsübernahme durch Lillihill im Jahr 2018 in den Raum gestellt wurden, existieren bislang - auch aufgrund der Covid-Krise - nur auf dem Papier. So sollte das Terminal neu gebaut und ein Messezentrum errichtet werden.

Auch die Passagierzahlen blieben weit hinter den Erwartungen zurück. 2022 nutzten gerade einmal 82.562 Fluggäste den Airport Klagenfurt - damit war man weit von früheren Rekordzahlen entfernt. Im Jahr 2005 etwa hatte man noch mehr als eine halbe Million Reisende abgefertigt.

«Langwierige Knochenarbeit» für neue Chefetage

Aktuell gibt es lediglich ein paar Flüge pro Woche. Ryanair startet etwa nach London-Stansted, Alicante und Palma, Austrian Airlines bis zu zwei Mal täglich nach Wien. Unklar ist derzeit auch, wie es mit dem Projekt Liliair weitergehen soll. Die neue hauseigene Fluggesellschaft hätte seit April von Klagenfurt unter anderem nach Frankfurt fliegen sollen. Daraus wurde bislang nichts - mittlerweile liebäugelt der Heimatanbieter in spe sogar mit anderen Airports in der Region.

Nach der Rückübernahme durch die öffentliche Hand soll sich am Flughafen jedenfalls einiges ändern. «Die nächste Maßnahme ist die Einsetzung einer neuen Geschäftsführung, für die dann die langwierige Knochenarbeit beginnt, den Flugbetrieb wieder dorthin zu führen, wo er früher einmal war», erklärte am Montag Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber.

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