Letzte Aktualisierung: 18:05 Uhr
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Lage spitzt sich zu

Jet Airways kann nur noch sieben Flugzeuge einsetzen

Die indische Fluggesellschaft hat nur noch genug Geld, um mit sechs bis sieben Flugzeugen zu fliegen. Derweil wollen die Piloten streiken, weil sie seit drei Monaten auf ihre Löhne warten.

Jet Airways

Boeing 737 von Jet Airways: Die Airline ist nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Wer freiwillig auf 25 bis 50 Prozent seines Lohnes verzichtet, der macht das kaum wirklich gern. So ist es auch bei vielen Piloten und Mechanikern von Jet Airways. Sie wechseln seit einigen Wochen in Scharen zur Konkurrentin Spicejet, weil sie dort eine bessere Zukunft für sich sehen. Im Cockpit müssen dabei Einschnitte beim Lohn von 25 bis 30 Prozent hingenommen werden, wie die Zeitung Economic Times schreibt.

Die Wechselbereitschaft kommt nicht von ungefähr. Die Piloten von Jet Airways wurden seit drei Monaten nicht mehr bezahlt. Mehr als 1000 von ihnen haben deshalb beschlossen, zu streiken. Zuerst für Montag geplant, wurde die Maßnahme inzwischen angesichts der angespannten Lage auf «später» vertragt. Übers Wochenende hatte die kriselnde indische Fluggesellschaft nur noch genug Geld, um sechs bis sieben Flugzeuge einzusetzen.

Nochmals frisches Geld

Am Montag (15. April) wollen die Gläubiger entscheiden, ob sie weiteres Geld einschießen. Gemäß der Zeitung Business Standard ist vorgesehen, umgerechnet 128 Millionen Euro an Jet Airways zu zahlen, damit sie bis zum 7. Mai weiterfliegen kann. Die Aussetzung der internationalen Flüge Richtung Westen wurde bis zum Dienstag verlängert. Für Flüge in Asean- und Saarc-Staaten nimmt Jet Airways keine Buchungen mehr an.



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