Im gleichen Monat erhielt Etihad das Okay der Behörden zum Einstieg bei Jet Airways. Die Golfairline besitzt nun 24 Prozent an der indischen Fluglinie.

IndienJet Airways stellt internationale Flüge ein

Jet Airways in der Abwärtsspirale: Nachdem dieser Tage ein Flugzeug in Amsterdam beschlagnahmt wurde, hat die Airline alle internationalen Flüge eingestellt.

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Wenn ein Flugzeug wegen nicht bezahlter Rechnungen beschlagnahmt wird, ist das kein gutes Zeichen. Passiert ist das am Mittwoch (10. April) mit einer Boeing 777 von Jet Airways am Flughafen Amsterdam. Ein Gericht hatte die Beschlagnahmung angeordnet, weil Rechnungen des Frachtabfertigers WFS nicht bezahlt wurden. Die Flotte hat also noch ein Flugzeug weniger.

Mit den schlechten Nachrichten ging es schnell weiter. Wegen «Nicht-Verfügbarkeit von Flugzeugen und aus Restrukturierungsgründen, so hieß es am Donnerstagmorgen von Jet Airways, habe man sich entschlossen, Flüge nach Singapur, Colombo ab Mumbai und Delhi sowie die Flüge zwischen Paris und Chennai einzustellen, teilte die Fluggesellschaft mit. Auch zwischen Amsterdam und Toronto werde man nicht mehr fliegen.

Nur noch 14 Flugzeuge

Dabei blieb es nicht. Wie die Wirtschaftszeitung Economic Times schreibt, stellte Jet Airways am Donnerstagabend (11. April) sämtliche internationalen Flüge ein und strich auch weitere Inlandsstrecken. Das ist kein Wunder. Nur noch 14 Flugzeuge fliegen aktuell für die Airline. Einige Jets mussten zurück an die Leasingfirmen gegeben werden, andere müssen wegen Geldmangel für die Wartung am Boden bleiben.

Dessen ungeachtet treiben die Gläubigerkonsortium unter Führung der State Bank of India ihre Bemühungen voran, einen neuen Eigentümer für bis zu 75 Prozent der Anteile an Jet Airways zu finden. Wie indische Medien berichten, sollen rund fünf Interessenten nicht-bindende Gebote abgegeben haben. Genannt werden etwa Etihad Airways, Indigo Partners, der Staatsfonds National Investment and Infrastructure Fund und die Finanzinvestoren TPG Capital.

Auch der Gründer will noch mitmachen

Die Banken haben die Frist jedoch um zwei Tage bis Freitag (12. April) verlängert. Und wie die Economic Times schreibt, will auch Gründer Naresh Goyal noch mitmachen. Er musste im Rahmen des Rettungsplans eben erst als Aufsichtsrat abtreten und seinen Mehrheitsanteil auf rund 25 Prozent verwässern lassen.

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