Überschalljet für Japan: Auf der Insel im fernen Osten möchte man einen eigenen Supersonic Flieger bauen.

Neuer ÜberschalljetAuch Japan will eine neue Concorde bauen

Die Boom-Supersonic-Order von United Airlines zeigt: Überschalljets sind gefragt. Auch Japan entwickelt ein entsprechendes Modell.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Erst gerade erhielt der Traum vom Überschall-Fliegen wieder Schub: Das aktuell bekannteste entsprechende Projekt, Boom Supersonic, sorgte für Schlagzeilen, als United Airlines 15 Exemplare des Übschallfliegers orderte. Zusätzlich sicherte sich die Fluggesellschaft Optionen für 35 weitere Maschinen.

Boom ist nur eines von vielen Projekten. Und auch möchte beim Rennen um die nächste Concorde dabei sein. Die neue Initiative «Japan Supersonic Research» wurde gerade der Öffentlichkeit vorgestellt. Kawasaki, Subaru, der Maschinenbauer IHI, die japanische Luft- und Raumfahrtorganisation (JAXA) sowie Mitsubishi arbeiten an der neuen Initiative. Alle  liefern bislang  hauptsächlich an westliche Flugzeugbauer ihre Teile.

Fertig bis 2030

Von Tokio nach Europa oder an die Ostküste Amerikas fliegt man rund zwölf Stunden, das will Japan ändern. Der neue Passagierjet soll mit einer Geschwindigkeit von Mach 1,6, und einer Reichweite von 3500 Meilen zwischen 36 bis 50 Passagiere aus Japan mit der Welt verbinden.

Dabei setzt man sich ambitionierte Ziele. Bereits 2030 soll der Überschallflieger fertig entwickelt sein, rund neun Jahre bleiben den Ingeneursteams also noch. Ein Jahr zuvor soll der erste Boom Supersonic Jet an United Airlines gehen, die Firma aus den Staaten begann bereits 2014 mit dem Projekt.

Umweltprobleme für Überschalljets

Neben der Entwicklung des Flugzeugs an sich müssen die Hersteller auch wirtschaftliche und umwelttechnische Probleme bewältigen. Der Spritverbrauch der Überschallflieger lässt sich mit den Zielen eines  Co2-neutralen Wachstums der Luftfahrt nicht vereinbaren.

Der Fokus bei der Entwicklung soll daher auf der Reduzierung von Luftwiderstand und der Verbesserung der Treibstoffeffizienz liegen. Schon 2005 führte die JAXA Überschall-Tests durch, bei denen das Modell 13 Prozent weniger Luftwiderstand vorweisen konnte als die Concorde.

Airliner oder Privatjet?

Auch die Lautstärke soll nicht mehr so ein großes Thema sein als noch zur Zeiten der Concorde. Die japanische Luft- und Raumfahrtagentur gab an, eine Technik entwickelt zu haben, bei der der Lärm durch die Überschallwellen um 50  Prozent reduziert wird.

Ob die Version später tauglich für den Passagierverkehr ist, bleibt abzuwarten. Mit 36-50 Sitzplätzen könnte sie auch als geräumiger Privatjet funktionieren. Das Modell von Boom Supersonic bietet im Vergleich bis zu 88 Sitzplätze.

Japan Airlines setzt auf Boom

Eine japanische Airline hat bereits Interesse an dem US-Jet Boom bekundet. JAL Japan Airlines gab bekannt, 10 Millionen Dollar an strategischem Investment in Boom zu pumpen. Ob sie nun auf das japanische Modell umschwenkt, bleibt abzuwarten.

Mehr zum Thema

Die Overture soll mit doppelter Schallgeschwindigkeit fliegen und 55 Passagiere transportieren können. Wann der Erstflug geplant ist, ist unbekannt.

100 Millionen frisches Geld für neuen Überschalljet

Boom Overture in den Farben von United: Newark - Frankfurt in vier Stunden.

United will bis zu 50 Überschalljets von Boom

X-Plane: Zuerst gibt es den Jet nur als Einsitzer.

2022 soll der Überschalljet der Nasa fliegen

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Video

Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
sicherheitsroboter flughafen hamburg
Sie rollen selbstständig und suchen nach Schäden und Manipulationen am Flughafenzaun: Der Airport Hamburg testet selbstfahrende Roboter für die Sicherheit am Flughafen.
Timo Nowack
Timo Nowack
kuwait airport
Nach einem iranischen Drohnenangriff musste Kuwait den kommerziellen Flugverkehr am Mittwoch vorübergehend einstellen. Der internationale Flughafen des Landes wurde schwer beschädigt, mindestens ein Menschen wurde getötet, viele weitere verletzt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg