Flieger von Alitalia: Die Marke wird wohl kaum fortbestehen.

Vorbehalte der EUItaliens neue Nationalairline muss auf Namen Alitalia verzichten

Italiens neue Nationalairline will vieles von Alitalia übernehmen, auch Marke, Abfertigung und Treueprogramm. Das gefällt den Wettbewerbshütern der EU gar nicht.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Im vergangenen Jahr gründete Italiens Regierung ein neues Unternehmen. Es wurde zum Fundament, auf dem eine wettbewerbsfähige Nachfolgerin von Alitalia gebaut wird. Sein offizieller Name: ITA, was für Italia Trasporto Aereo steht. Im Außenauftritt will Italien aber weiterhin auf den traditionsreichen Namen Alitalia setzen.

«Aus dem Entwurf des Businessplans und dem mündlichen Austausch mit den italienischen Behörden geht hervor, dass ITA die Marke und das Treueprogramm von Alitalia sowie die Aktivitäten der Drehkreuzabfertigung und -wartung beibehalten möchte», heißt es in einem Schreiben der EU-Kommission an Italien, das die Zeitung Espresso veröffentlich hat. Die Wettbewerbshüter finden daran keinen Gefallen. Im Hinblick auf eine Zustimmung rät Brüssel von allen diesen Ideen ab.

Was ist die Marke Alitalia wert?

Damit die EU-Wettbewerbshüter der neuen Nationalairline grünes Licht geben, muss Italien belegen, dass es sich wirklich um eine neue Airline handelt. Eine oberflächliche Umfirmierung reicht ihnen nicht. Oder offiziell ausgedrückt: Die EU fordert «wirtschaftliche Diskontinuität» zu Alitalia.

Dafür sieht die Kommission mehrere Punkte als hilfreich an. Eine dieser Empfehlungen lautet: «Die Marke Alitalia sollte von der neuen Gesellschaft nicht beibehalten werden». Sie sie ein symbolischer Indikator für Kontinuität.

Slot-Frage in Fiumicino und Linate

Die EU-Kommission fordert von Italien auch weitere Informationen. «Bitte geben Sie eine Schätzung des Werts der Marke Alitalia ab und belegen Sie diese Bewertung», heißt es etwa. «Erläutern Sie bitte auch, ob ITA plant, die Marke zum Marktpreis zu erwerben, und ob sich dieser Marktpreis aus einer Ausschreibung ergeben würde.»

Das Schreiben macht deutlich, dass ITA plant, sich auf die Langstrecke zu fokussieren, unprofitable Inlandsrouten zu streichen und auf «ausgewählten europäischen Premiummärkten» zu expandieren. Dafür sind für das laufende Jahr 5200 bis 5500 Mitarbeitende eingeplant, bis 2023 sollen es schon zwischen 8700 und 9100 sein. «Aus dem Entwurf des Businessplans geht auch hervor, dass die Strategie von ITA darin besteht, eine Multi-Hub-Strategie beizubehalten und die Drehkreuze in Fiumicino und Linate zu behalten (wobei das zweite hauptsächlich für den innereuropäischen Verkehr genutzt wird).»

Slot-Frage in Fiumicino und Linate

Allerdings empfiehlt die Kommission auch: «Eine Reihe von Slots an überlasteten Flughäfen sollte aufgegeben werden.» Zudem wäre es hilfreich, wenn das Treueprogramm von Alitalia nicht einfach auf ITA übertrage werden, sondern eine Ausschreibung erfolgen.

Weiter rät die EU Italien: «Die neue Gesellschaft sollte das kombinierte Luftfahrt-, Bodenabfertigungs- und Wartungsgeschäft nicht beibehalten», sondern sich auf die Luftfahrt konzentrieren und die Bodenabfertigung und Wartungsgeschäft separat verkaufen. In Rom hat man also noch einige Aufgaben zu lösen, bevor die neue Nationalairline starten kann.

Mehr zum Thema

Boeing 777 von Alitalia: Drei Milliarden Euro Startkapital geplant.

Neue Alitalia gibt Lufthansa und Air France-KLM Zeichen

Embraer E190 von Alitalia: Der Staat hat die Airline gerettet.

Staat gründet neue Firma zur Alitalia-Rettung

Die Antonov An-124 namens «Be brave like Irpin»: Viel ist über ihre Modernisierung noch nicht bekannt.

EU erwägt Modernisierung der Antonov An-124 und Entwicklung eines Boeing-C-17-Nachfolgers

ticker-eu-europaeische-union

EU verhängt Flugverbot gegen Airlines aus Suriname und Tansania

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack