Airbus A340-500 von Etihad: Nun für Italiens Regierung unterwegs.

Air Force RenziKeine Piloten für den neuen Regierungsjet

Italien least ein neues Regierungsflugzeug von Alitalia-Großaktionärin Etihad Airways. Die Regierung hat allerdings keine Piloten, die den Airbus A340-500 fliegen können.

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Bislang flog Italiens politische Spitze mit einem Airbus A319 CJ zu Staatsbesuchen und internationalen Konferenzen. Für Ziele in Europa genügend, war der Flieger für weiter entfernte Destinationen unpraktisch, da er Zwischenstopps machen musste. «Cinquecento» der Luftfahrt wurde er in italienischen Medien schon mal genannt – in Anspielung auf die geringe Größe für eine Regierungsmaschine eines G8-Landes und den legendären Mini-Fiat.

Doch jetzt hat sich Premierminister Matteo Renzi einen neuen, größeren Regierungsflieger angeschafft. Er fliegt ab sofort mit einem weißen Airbus A340-500 mit der Aufschrift «Repubblica Italiana» durch die Welt. Zwischenstopps sind keine mehr nötig, die Reichweite beträgt 16.700 Kilometer. Die Maschine wurde von der Regierung allerdings nicht gekauft, sie wird von Alitalia-Großaktionärin Etihad Airways geleast. Die Inneneinrichtung ließ Rom freilich vollständig auswechseln und auf VIP-Status bringen.

Keine Piloten und Techniker für Italiens A340

Bei der Golfairline wurde der Airbus A340 mit der Kennzeichnung A6-EHA in den vergangenen Monaten ausgeflottet. Zu viel Kerosin verbraucht der rund 10-jährige Vierstrahler für eine kommerzielle Fluglinie. Und genau das führte in Italien denn auch zu Kritik. Zu teuer im Verbrauch, zu teuer im Unterhalt sei die neue «Air Force Renzi».

Auch ein anderer Aspekt stößt einigen sauer auf. Bei der italienischen Luftwaffe gibt es keine Piloten, die einen A340 fliegen können. Die Regierung musste deshalb auch die Piloten von Etihad anmieten. Auch gewartet wird der neue Regierungsjet von externen Technikern.

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