Der Flughafen Hostomel am 24. Februar, also am Tag, an dem die russische Invasion begann. Da stand die Antonov An-225 noch im Freien.

Neue BilderIst die Antonov An-225 doch nicht ganz zerstört worden?

Eine neue Satellitenaufnahme zeigt den Flughafen Hostomel nach dem Angriff der Russen. Belegt sie, dass die Antonov An-225 doch weniger stark beschädigt wurde, als befürchtet?

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Angesichts des unendlichen menschlichen Leids und der vielen Toten, die der Angriff Russlands auf die Ukraine verursacht, ist es ein kleiner Verlust. Doch für die ukrainische Wirtschaft und vor allem für die weltweite Gemeinde von Luftfahrtfans war die Meldung eine niederschmetternde. Am Sonntag wurde bekannt, dass die einzige je gebaute Antonov An-225 bei einem russischen Bombenangriff zerstört wurde.

Auf dem offiziellen Twitter-Kanal der Ukraine wurde mitgeteilt, die Mriya - der offizielle Beiname des größten Frachtflugzeuges der Welt und Ukrainisch für Traum – sei von den russischen Besatzern zerstört worden. Man werde sie aber wieder aufbauen. Der staatliche ukrainische Technologiekonzern Ukroboronprom schätzte die Kosten für die Wiederherstellung auf drei Milliarden Dollar und den Zeitbedarf auf fünf Jahre.

Nur der vordere Teil beschädigt?

Nun ist ein erstes Bild des Hangars aufgetaucht, in dem die Antonov An-225 stand, als der Antonov Airport angegriffen wurde. Es wurde am Montag (28. Februar) von einem Satelliten aufgenommen. Darauf ist zu sehen, wie das Dach des Gebäudes nur vorne beschädigt ist, bis wohin die Nase des Flugzeuges aber womöglich gar nicht reicht.

Das Heck guckt hinten aus dem Gebäude heraus und scheint zumindest auf den ersten Blick intakt zu ein. Das wiederum würde bedeuten, dass die Wiederherstellung des Jets wohl nicht ganz so schwierig wäre, wie gedacht. Denn Antonov hatte in den Achtzigerjahren eine zweite An-225 begonnen. Die damals gebauten Teile sind nach wie vor vorhanden. «Wir haben fast eine gesamte Flugzeugzelle für eine zweite Mriya: Rumpf, Leitwerk, Flügel», sagte der damalige Antonov-Chef Oleksandr Donets 2019 im Gespräch mit aeroTELEGRAPH.

Noch keine belegbaren Aussagen

Nach wie vor ist aber Vorsicht geboten. Denn belegbare Aussagen gibt es nach wie vor nicht. Ohne eine Inspektion von Experten kann man die tatsächlichen Schäden nicht wirklich beurteilen. Doch der Flughafen Hostomel wird inzwischen von den Russen kontrolliert.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie die neue Satellitenaufnahme von Hostomel und zum Vergleich eine von vor dem Angriff.

Nachtrag vom 3. März: Im Internet ist inzwischen ein neues Video aufgetaucht, das den Hangar zeigen soll, in dem die Antonov An-225 stand, als der Flughafen Hostomel angegriffen wurde. Darauf sieht es nach totaler Zerstörung aus. Allerdings kann nicht verifiziert werden, wo das Video aufgenommen wurde und wann. Zudem zeigt es den wichtigen Ausschnitt nur sehr kurz, sodass die Schäden nicht wirklich eingeschätzt werden können.

Mehr zum Thema

Antonov An-225 bei ihrem letzten Auftrag in Billund: Spezialfrachter, Zukunft ungewiss.

Antonov An-225 zerstört oder zumindest stark beschädigt

An-225 nimmt die Arbeit wieder auf

An-225 nimmt die Arbeit wieder auf

Die nie fertig gebaute zweite Antonov An-225: Ein Bild aus Vorkriegszeiten.

Antonov holt Pläne für zweite An-225 aus Schublade

Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.

Zelenskyys Airbus A319 entgeht offenbar nur knapp einer Drohne

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier