Der Flughafen Hostomel am 24. Februar, also am Tag, an dem die russische Invasion begann. Da stand die Antonov An-225 noch im Freien.

Neue BilderIst die Antonov An-225 doch nicht ganz zerstört worden?

Eine neue Satellitenaufnahme zeigt den Flughafen Hostomel nach dem Angriff der Russen. Belegt sie, dass die Antonov An-225 doch weniger stark beschädigt wurde, als befürchtet?

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Angesichts des unendlichen menschlichen Leids und der vielen Toten, die der Angriff Russlands auf die Ukraine verursacht, ist es ein kleiner Verlust. Doch für die ukrainische Wirtschaft und vor allem für die weltweite Gemeinde von Luftfahrtfans war die Meldung eine niederschmetternde. Am Sonntag wurde bekannt, dass die einzige je gebaute Antonov An-225 bei einem russischen Bombenangriff zerstört wurde.

Auf dem offiziellen Twitter-Kanal der Ukraine wurde mitgeteilt, die Mriya - der offizielle Beiname des größten Frachtflugzeuges der Welt und Ukrainisch für Traum – sei von den russischen Besatzern zerstört worden. Man werde sie aber wieder aufbauen. Der staatliche ukrainische Technologiekonzern Ukroboronprom schätzte die Kosten für die Wiederherstellung auf drei Milliarden Dollar und den Zeitbedarf auf fünf Jahre.

Nur der vordere Teil beschädigt?

Nun ist ein erstes Bild des Hangars aufgetaucht, in dem die Antonov An-225 stand, als der Antonov Airport angegriffen wurde. Es wurde am Montag (28. Februar) von einem Satelliten aufgenommen. Darauf ist zu sehen, wie das Dach des Gebäudes nur vorne beschädigt ist, bis wohin die Nase des Flugzeuges aber womöglich gar nicht reicht.

Das Heck guckt hinten aus dem Gebäude heraus und scheint zumindest auf den ersten Blick intakt zu ein. Das wiederum würde bedeuten, dass die Wiederherstellung des Jets wohl nicht ganz so schwierig wäre, wie gedacht. Denn Antonov hatte in den Achtzigerjahren eine zweite An-225 begonnen. Die damals gebauten Teile sind nach wie vor vorhanden. «Wir haben fast eine gesamte Flugzeugzelle für eine zweite Mriya: Rumpf, Leitwerk, Flügel», sagte der damalige Antonov-Chef Oleksandr Donets 2019 im Gespräch mit aeroTELEGRAPH.

Noch keine belegbaren Aussagen

Nach wie vor ist aber Vorsicht geboten. Denn belegbare Aussagen gibt es nach wie vor nicht. Ohne eine Inspektion von Experten kann man die tatsächlichen Schäden nicht wirklich beurteilen. Doch der Flughafen Hostomel wird inzwischen von den Russen kontrolliert.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie die neue Satellitenaufnahme von Hostomel und zum Vergleich eine von vor dem Angriff.

Nachtrag vom 3. März: Im Internet ist inzwischen ein neues Video aufgetaucht, das den Hangar zeigen soll, in dem die Antonov An-225 stand, als der Flughafen Hostomel angegriffen wurde. Darauf sieht es nach totaler Zerstörung aus. Allerdings kann nicht verifiziert werden, wo das Video aufgenommen wurde und wann. Zudem zeigt es den wichtigen Ausschnitt nur sehr kurz, sodass die Schäden nicht wirklich eingeschätzt werden können.

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