Ed Force One: Das Flugzeug war wohl die berühmteste Boeing 747 von Air Atlanta.

Ersatz für 747Air Atlanta Icelandic setzt auf Boeing 777

Die isländische Wet-Lease-Airline betreibt fast nur Boeing 747. Jetzt gibt Hinweise auf einen Nachfolger bei Air Atlanta Icelandic.

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Die Erkenntnis kam im vergangenen Februar. Mittelfristig muss sich Air Atlanta Icelandic von der Boeing 747-400 trennen, die bisher ihr Arbeitspferd ist. Für die isländische Wet-lease-Airline wird es zunehmend schwerer, für ausgeflottete Jumbo-Jets jüngere Exemplare als Ersatz zu finden, wie damals der neue Chef erklärte.

Das Vorhaben verkündete Air Atlanta Icelandic nun offiziell in einer Mitteilung. In den nächsten Jahren möchte sie ihre gesamte Boeing 747-400 (sieben Passagierflieger und fünf Frachter) ausflotten, wie das Portal Cargoforwarder berichtet. Bisher besteht die Flotte mit Ausnahme eines Airbus A340-300 ausschließlich aus Boeing 747. Noch immer ist unklar, welches Flugzeug die Jumbos ersetzen soll - doch es gibt Hinweise.

Saudi-Jumbos werden als erste gehen

Auf einem Online-Jobportal für Piloten sucht Air Atlanta Icelandic aktuell Kapitäne und Erste Offiziere mit Typenberechtigung für die Boeing 777. Als Einsatzort gibt die Fluglinie Jeddah in Saudi-Arabien an. Dort setzt die Fluglinie bisher im Auftrag von Saudia einige ihrer Passagierjumbos ein - genau diese Boeing 747 möchte die Airline zuerst ausmustern.

Ob Air Atlanta Icelandic ihre Flotte nur zum Teil oder vollständig mit Boeing 777 ersetzen wird, ist noch unklar. Bisher äußerte sich die Fluglinie nur über die Ausflottung, ohne die Bestellung neuer Flugzeuge zu erwähnen. Die Airline erklärte bereits im vergangenen Jahr, dass man sich neben der Boeing 777 auch den Airbus A330 anschaue.

Gebrauchte 777-Frachter angekündigt

Zu dem Zeitpunkt war der Airbus A330 der einzige unter beiden Fliegern, der gebraucht als Passagierflieger sowie als  Umbaufrachter erhältlich war. Genau diesen Aspekt machte die Boeing 747-400 zum Liebling bei Air Atlanta Icelandic. Eine Gebraucht-Flotte aus nur einem Modell kombiniert gleich zwei geldsparende Faktoren.

Im vergangenen November wurde jedoch das erste Umbauprogramm für die Boeing 777 angekündigt. Ab 2022 sollen die ersten Exemplare ausgeliefert werden. Im Gegensatz zum A330 ist die Boeing 777 größer, Einbußen bei Sitzplätzen und Transportkapazitäten würden bei ihr geringer ausfallen.

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