Auf Visualisierungen ist ein zweistrahliger Jet mit modernem Design zu sehen. Er soll Iran 150 heissen.

PläneIran will Flugzeug für 100 Passagiere entwickeln

Noch bestehen die Sanktionen weiter und verhindern Lieferungen von Airbus und Boeing. Deshalb will der Iran selbst ein Passagierflugzeug bauen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Erste Erfahrung mit dem Flugzeugbau hat das Land. Die staatliche Iran Aircraft Manufacturing Hesa erwarb in den Neunzigerjahren die Lizenz zum Bau von Antonov An-140. Unter dem Namen Iran-140 wurden in der Folge rund ein Dutzend Kopien des ukrainischen Turbopropflugzeuges gebaut.

Nach mehreren schweren Unfällen wurde die Produktion der Hesa Iran-140 2015 pausiert. Dennoch verfolgte das Land die Vision weiter, eine eigene Flugzeugbauindustrie aufzubauen. Das war nicht nur eine Träumerei, sondern hatte durchaus handfeste Gründe. Die Flotten der iranischen Fluggesellschaften waren wegen des jahrelangen Embargos durch den Westen überaltert. Auch Ersatzteile bekamen die Airlines nur schwer.

Erste Hoffnungen, aber noch langer Weg

Das diplomatische Tauwetter zwischen den USA und dem Iran änderte das ab Mitte des letzten Jahrzehnts kurzzeitig. Iranische Fluggesellschaften orderten bei ATR, Airbus und Boeing für Dutzende von Milliarden neue Flugzeuge. Geliefert werden konnten aber nur noch einige Flieger aus europäischer Produktion. Denn der amerikanische Ex-Präsident Donald Trump stoppte den Verkauf von Flugzeugen an den Iran 2018 wieder.

Die neue Regierung von Präsident Joe Biden hat zwar angekündigt, wieder Gespräche mit Teheran aufzunehmen. Bis der Iran das Atomprogramm nachweislich gestoppt hat, bleiben die Sanktionen in Kraft. Trotz erster Hoffnungen dürfte es daher noch lange dauern, bis Airbus, Boeing und Embraer wieder in den Iran liefern dürfen.

Lizenzbau der Antonov An-158

Und so werden im Iran auch wieder Pläne zum Bau eigener Verkehrsflugzeuge geschmiedet, um unabhängiger vom Ausland zu werden. Man arbeite am Aufbau einer Fertigungsstätte für einen Flieger für 70 bis 100 Passagiere, erklärte Touraj Dehghani Zanganeh, Chef der iranischen Zivilluftfahrtbehörde CAO, dieser Tage. Entsprechende Absichtserklärungen seien mit dem Transport- und dem Verteidigungsministerium unterzeichnet worden, schreibt die Nachrichtenagentur Mehr.

In den vergangenen Jahren meldete der Iran immer wieder Erfolge und große Pläne  im Flugzeugbau. Einmal wurde ein Lizenzbau  der Antonov An-158 angekündigt. Der Flieger, der 100 Passagieren Platz bietet, eigne sich gut für die Verhältnisse im Iran, heiß es zur Begründung.

Flugzeug mit 150 Plätzen

Ein anderes Mal wurde ein Verkehrsflugzeug für 150 Passagiere angekündigt. In Skizzen wurde ein Jet gezeigt, der modernen Modellen wie A320 Neo, Boeing 737 max, Embraer E2 oder Comac C919 ähnelt. Sein Name lautete Iran-150. Inzwischen sollte bereits das erste Exemplar fertiggestellt sein, doch um das Projekt wurde es sehr ruhig. Details zu dem jetzt angekündigten Flieger gab es bisher nicht.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen von der Vorstellung der Iran-150 im Jahr 2013.

Mehr zum Thema

Antonow An-158: Der Iran will sei in Lizenz fertigen.

Iran bestätigt Jet-Pläne

Flugzeug der iranischen Mahan Air: Bald könnte die Airline nationale Flieger kaufen.

Mysteriöser neuer Passagierflieger

Iran-150: So soll das neue Flugzeug aus iranischer Produktion aussehen.

Iran bringt Großraumjet früher

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.

Airbus ist nicht einverstanden mit den Prioritäten von Pratt & Whitney

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies