Flieger von Iran Air: Die Iata sieht großes Potential in der iranischen Flugzeugindustrie.

Iran-BoomIran sucht Partner für Flugzeugbau

Der Iran spricht mit sechs Flugzeugbauern auf der ganzen Welt. Mit ihrer Hilfe will die Regierung die Flotten der nationalen AIrlines auf Vordermann bringen.

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Der Iran öffnet sich langsam. Das bedeutet auch zunehmend mehr Besucher. Tony Tyler, Chef der internationalen Luftfahrtorganisation Iata, sieht daher großes Potenzial im iranischen Markt. Er erwartet über 30 Millionen neue internationale Passagiere bis 2034. Zurzeit sind es gerade einmal 12 Millionen Reisende, die das Land jedes Jahr auf dem Luftweg besuchen.

Der Iran mit seinen rund 80 Millionen Einwohnern wird seit längerem als das Land mit dem größten Entwicklungspotenzial im Nahen Osten gehandelt. Der nationale Tourismusverband erwartet vor allem dann einen Ansturm an ausländischen Besuchern, wenn die westlichen Sanktionen aufgehoben werden. Die Regierung investiert darum jetzt schon viel Geld in die Entwicklung der Infrastruktur.

Brasilien in Poleposition

Nach offiziellen Angaben müsste der Iran im nächsten Jahrzehnt 400 bis 500 neue Flugzeuge im Wert von mindestens 60 Milliarden Dollar anschaffen. Darum ließ Teheran kürzlich gleich sechs internationale Flugzeugbauer einfliegen. Sie sollen helfen, die überalterten Flotten der nationalen Fluglinien zu erneuern.

Neben Vertretern aus den Ländern wie Frankreich, Brasilien, Russland und Kanada machten sich auch Flugzeugbauer aus China und Japan auf den Weg. Nach Aussagen des Vertreters des Vereins iranischer Airlines, Maqsoud As’adi-Samani, seien die Gespräche zwischen dem brasilianischen Unternehmen und der Regierung danach intensiviert worden. «Bisher wurde aber noch kein Vertrag mit einer Partei unterschrieben», versicherte er gegenüber der Nachrichtenagentur Tasnim.

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