Qatar-Flieger: Weil sie anders fliegen, gibt es im Iran mehr zu tun.

ÜberflugverbotIran braucht wegen Katar-Krise mehr Lotsen

Vier Nachbarstaaten haben den Luftraum für Katar geschlossen. Qatar Airways weicht darum mitunter auf Routen über den Iran aus. Dort muss die Flugsicherung aufgerüstet werden.

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Im Frühsommer spitzten sich die bereits länger vorhandenen Spannungen zwischen Katar und seinen Nachbarn dramatisch zu. Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate gaben im Verbund mit Ägypten am 5. Juni 2017 bekannt, die diplomatischen Beziehungen mit dem Emirat abzubrechen. Zugleich kappten die vier Staaten alle Land-, See- und Luftwege und entzogen der staatlichen Fluggesellschaft Qatar Airways Landegenehmigungen und Überflugrechte.

Qatar Airways sah sich aufgrund des geschlossenen Luftraums in der unmittelbaren Nachbarschaft ihres Drehkreuzes Doha dazu gezwungen, einen Großteil der Flugrouten über den Iran, die Türkei, und Oman umzuleiten. Das führt dort zu einem erhöhten Flugaufkommen. Wie die Iran Aiport Company jetzt bekannt gab, muss sie zwischen fünf und acht neue Radaranlagen kaufen und installieren. So will sie mit dem Zusatzverkehr zu Rande kommen.

Trainingsprozesse beschleunigt

Auch personell ist die iranische Flugsicherung am Anschlag. Die Fluglotsen hätten im laufenden Jahr trotz Druck und Personalmangel «bewundernswertes geleistet», wird Direktor Massoud Nikbakht vom Newsletter Iran Economy in Brief zitiert. Auf nächstes Jahr kündigte er aber an, zum aktuellen Bestand von 955 Fluglotsen 900 zusätzliche einzustellen. Dazu wurden die Trainings- und Einstellungsprozesse beschleunigt.

Mit den zusätzlichen Fluglotsen sollen einerseits Lücken in der Luftverkehrsüberwachung gestopft werden. Andererseits behebt die Iran Aiport Company damit Mängel an Flughäfen im südlichen Landesteil wie etwa Bandar Abbas, Bushehr oder Ahvaz.

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