Sukhoi Superjet von Interjet: Derzeit alle am Boden.

Mexikanischer BilligfliegerInterjets Zukunft sieht immer düsterer aus

Die Billigairline aus Mexiko hat erneut den Flugbetrieb eingestellt. Sie kann den Treibstoff nicht mehr bezahlen. Und es gibt weitere schlechte Nachrichten für Interjet.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Schon vor der Covid-19-Pandemie steckte Interjet in einer tiefen Krise. Im Dezember vergangenen Jahres kämpfte die mexikanische Billigairline gegen Pleitegerüchte, im Januar häuften sich Berichte über Schulden und im Februar zeigte Konkurrentin Viva Aerobus kein Interesse an einer Fusion. Ende März stellte Internjet ihre internationale Flüge vorübergehend ein und gab vier Airbus A320 an die Leasinggeber zurück.

Nun spitzt sich die Krise der Fluggesellschaft weiter zu. Am 1. und 2. November stellte Interjet für zwei Tage den Betrieb ein. Kurz danach teilte das Verkehrsministerium mit, Interjet habe große steuerliche Probleme und alleine beim staatlichen Treibstofflieferanten Aeropuertos y Servicios Auxiliares Schulden in Höhe von 2,6 Milliarden Pesos oder umgerechnet mehr als 107 Millionen Euro.

Nur noch vier Superjets in Betrieb

Seit dem 29. November hat Interjet den Betrieb nun erneut eingestellt, abgesehen von einem einzigen Flug, der am 30. November ging. Aufgrund der hohen Schulden für Kerosinlieferungen erhält die Fluglinie keinen Treibstoff mehr. Schon zuvor war die aktive Flotte von Interjet auf vier Superjet 100 geschrumpft.

Zum Vergleich: Im Oktober 2019 hatte die Airline ihre Flottengrößte noch mit 83 Maschinen angegeben. Auch damals war der aktive Teil kleiner, da es oft Probleme mit den russischen Fliegern gab, die Interjet eigentlich loswerden wollte. Die Differenz ist dennoch immens.

Offenbar neuer Mehrheitseigentümer

Und es gibt weitere Belege, dass das Vertrauen in Interjet sinkt. Zum einen hat die Fluglinie Aeromar ihr Bündnis mit der Partnerin aufgekündigt. Zum anderen warnt das mexikanische Verbraucherschutzamt, dass der Kauf von Interjet-Tickets derzeit ein Risiko darstelle.

Derweil berichtet die Zeitung Milenio unter Berufung auf Informanten, dass sich die Eigentumsverhältnisse bei Interjet geändert haben. Demnach soll eine Gruppe um den Investor Alejandro del Valle mittlerweile 90 Prozent am Unternehmen halten und Miguel Alemán Magnani als Vertreter der Gründer-Familie Alemán nur noch 10 Prozent. Den erneuten Betriebsstopp konnten oder wollten aber auch die kolportierten neuen Mehrheitseigentümer offenbar nicht verhindern.

Mehr zum Thema

Klage: Chicago fordert Millionen von Interjet

Klage: Chicago fordert Millionen von Interjet

Flieger von Interjet: Unsichere Aussichten.

Interjet muss vier Airbus A320 zurückgeben

Flieger von Interjet: Wie geht es weiter mit der Airline?

Interjet sucht Rettung in Fusion

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies