A320 von Interjet: Bald eine reine Airbus-Flotte.

MexikoInterjet kämpft gegen Pleite-Gerüchte

Bringen Probleme der Eigentümerfamilie die mexikanische Airline in die Bredouille? Interjet bestreitet das, präsentiert Zahlen und arbeitet am Ende der Superjet-Ära.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich geht es in diesem Streit gar nicht um Flugzeuge und -häfen. Ende November meldeten mexikanische Zeitungen, zwei Richter hätten die Konten des Geschäftsmannes Miguel Alemán Magnani und seiner Firmen einfrieren lassen. Hintergrund sei eine Klage des Medienunternehmens Televisa, bei der es um finanzielle Forderungen im Rahmen einer Beteiligung an Radiosendern gehe. Allerdings gehört Miguel Alemán Magnani und seiner Familie über ihr Unternehmen Grupo Alemán auch die Fluggesellschaft Interjet.

So hieß es schnell, auch Interjets Konten wären betroffen und die Airline stehe vor dem Bankrott. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador erklärte daraufhin, es werde derzeit schlecht über Interjet geredet und die Regierung sei bereit, im Konflikt zwischen den Alemáns und Televisa zu vermitteln. Die Grupo Alemán stritt ab, dass Konten wirklich gesperrt seien. Die Fluglinie erklärte, man stecke in keinerlei finanziellen Schwierigkeiten.

Zahlen sollen für Ruhe sorgen

Interjets Kommerzchef Julio Gamero präsentierte Zahlen. Die Sitze der Airline seien im Oktober zu 84 Prozent ausgelastet gewesen, so der Manager. Man habe die Kapazität im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert, erklärte Gamero. Zudem sei es gelungen, die Kosten pro Sitzplatzkilometer zu drücken, in dem man Verbesserungen bei den Slots vorgenommen und die Zahl der Sitze in den Airbus A320 von 150 auf 162 erhöht habe.

Gamero sagte weiter, Interjet habe 51 Milliarden Pesos Schulden, rund 2,35 Milliarden Euro. Das sei weniger als Volaris und Aeromexico hätten und auch das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital sei besser als bei den Konkurrenten. Zudem würden diese Kredite Wachstum ermöglichen. Internet war im September schon in die Schlagzeilen geraten, da der Staat Steuernachzahlungen in Höhe von umgerechnet rund 25 Millionen Euro verlangte. Schon damals war von einem drohenden Bankrott die Rede, den Gamero dann dementierte.

Letzten Superjets vor dem Aus

Auch wenn der Manager nun darauf nicht einging: Einen Kostenfaktor versucht Interjet gerade loszuwerden. Es handelt sich um 22 Flugzeuge des Typs Sukhoi Superjet, von denen nur noch vier in Betrieb sind. Gemäß dem Fachportal Transponder 1200 plant die Fluglinie, auch diese vier Jets bis zum Ende des Jahres stillzulegen. Die russischen Flugzeuge sind zwar noch nicht alt, doch Probleme mit den Triebwerken, mangelnder Service und fehlende Ersatzteile brachten die Jets nach und nach zu Boden. Interjet würde sie gerne verkaufen.

Wenn die Superjets aussortiert sind, wird Interjet ein reiner Airbus-Betreiber sein - mit A320, A320 Neo, A321 und A321 Neo. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete kürzlich zudem, die Mexikaner stünden vor einer Order von zwölf A220.

Mehr zum Thema

Sukhoi Superjet: Nur noch einen Betreiber außerhalb Russlands.

Interjet will Superjets nun doch loswerden

Hangar von Interjet: Rollen da bald Airbus A220 hinein?

Interjet kauft sich zwölf Airbus A220

Claudia Sheinbaum im Flugzeug: Auch in der Economy Class kann man arbeiten.

Wenn ein Flug in der Economy Class ein politisches Statement ist

delta dl1992 guadalajara airnav radar

Wie der Tod von Kartellboss El Mencho den Flugverkehr in Mexiko trifft

Video

Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin