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Ersatz für Superjet 100

Interjet kauft sich zwölf Airbus A220

Die mexikanische Fluggesellschaft will ihre Superjet 100 verkaufen. Einen Teil ersetzt Interjet mit Airbus A220.

Interjet

Hangar von Interjet: Rollen da bald Airbus A220 hinein?

Für die russische Luftfahrtindustrie war es ein wichtiger Auftrag. Mit Interjet setzte 2013 erstmals eine Fluggesellschaft im fernen Ausland auf den Superjet 100. Doch die Flitterwochen der mexikanischen Fluggesellschaft mit dem neuen Regionalflieger dauerten nicht lange. Von den 30 bestellten Exemplaren nahm sie nur 22 Stück ab.

Und auch diese Superjets will Interjet loswerden. Nach einem langen Gezerre zwischen Hersteller Sukhoi und dem Management der Fluglinie steht die Entscheidung zur Ausflottung inzwischen definitiv fest. Das liegt daran, dass die Flugzeuge aus russischer Produktion zu oft ausfielen – vor allem auch, weil bei Pannen der Service ungenügend war. Teilweise war nur noch jeder dritte der russischen Flieger einsetzbar.

Finanzielle Probleme

Das, eine hohe Steuernachforderung, betriebliche Probleme und der gestiegene Kerosinpreis belasten Interjet. Ein Verkauf der ineffizienten Flugzeuge ist deshalb ein logischer Schritt. Noch ist allerdings nicht klar, wer die 22 Superjet 100 kaufen wird.

Die Flotte hat Interjet in den letzten Monaten bereits mit A320 Neo und A321 Neo verstärkt. Bis 2023 will die Billigairline weitere Exemplare der europäischen Kurz- und Mittelstreckenklassiker einflotten – geleaste und solcher au seiner Order von 2012. Doch dabei bleibt es nicht.

Neue Order

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, plant Interjet bald einen direkten Einkauf bei Airbus. Die Mexikaner würden zwölf Airbus A220 kaufen, so der Bericht. Derzeit besteht die Flotte von Interjet aus 87 Flugzeugen: Superjet 100, Airbus A320, A321, A320 Neo und A321 Neo.



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