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Jumbo-Jets werden verschrottet

Lufthansa hat fünf Boeing 747-400 verkauft

Für fünf ältere Jumbo-Jets hat Lufthansa einen Käufer gefunden. Die Boeing 747-400 werden in den USA zerlegt und zu Ersatzteilspendern.

Lufthansa/Oliver Roesler

Boeing 747-400 von Lufthansa: Die Fluglinie hat fünf Jumbo-Jets verkauft.

Noch stecken sie in Twente fest. Weil der niederländische Flughafen zwar eine Bewilligung für Landungen, aber keine für Starts von Großraumflugzeugen hat, kann Lufthansa ihre sechs dort geparkten Boeing 747-400 vorerst nicht abholen. Dabei wollte die Fluggesellschaft damit am Dienstag (27. Oktober) beginnen.

Denn sie hat fünf ihrer Boeing 747-400 an GE Aviation Materials verkauft, wie eine Lufthansa-Sprecherin aeroTELEGRAPH bestätigt. Die Jumbo-Jets werden vom Unternehmen mit Sitz in Texas in den USA demontiert. So gewonnene Ersatzteile gehen nach einer Wiederzulassung wieder über den Gebrauchtmarkt in den Umlauf. «Die Flugzeugzelle wird zerlegt und recycelt», ergänzt die Sprecherin.

Jeden Monat soll eine Boeing 747 in die USA fliegen

Geplant ist, dass Lufthansa jeden Monat eine Boeing 747-400 an GE Aviation Materials übergibt. «Beim Zeitplan kann es allerdings noch Änderungen geben», so die Sprecherin. Damit die erste Maschine – die mit dem Kennzeichen D-ABVP – Twente doch noch verlassen kann, befände man sich in Gesprächen mit den Behörden.

Im Juni 2019 hatte Lufthansa angekündigt, ihre 13 verbliebenen Boeing 747-400 mit einem Durchschnittsalter von knapp 22 Jahren «mittelfristig» auszuflotten. Der Konzern gab damals bekannt, sich auf acht Langstreckenmodelle zu konzentrieren. Inzwischen wurden einige Stilllegungen wegen der Corona-Krise vorgezogen.

Weitere 747-400 bleiben in Flotte

Doch die Boeing 747-400 befand sich zuletzt nicht unter den Fliegern, die frühzeitig gehen müssen. Daran habe auch der Verkauf der fünf Jumbo-Jets nichts geändert, bekräftigt die Sprecherin.



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