Abflug verbotenBoeing 747 von Lufthansa sitzen in Twente fest

Sechs Jumbo-Jets hat Lufthansa im niederländischen Twente abgestellt. Drei sollen den Flughafen nun verlassen. Doch dem Airport fehlt die Genehmigung für die Starts.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Anfang Juni parkte Lufthansa zwei Boeing 747 in den Niederlanden am Twente Airport bei Enschede. Vier weitere Jumbo-Jets folgten. Es gab Spekulationen, die deutsche Fluglinie könnte die Vierstrahler in den Niederlanden nicht nur lagern, sondern sie dort zerlegen lassen. Lufthansa widersprach.

Nun will Lufthansa drei der sechs Boeing 747 ausfliegen. Für das Flugzeug mit dem Kennzeichen D-ABVP war für Montag (26. Oktober) schon ein Flug nach Frankfurt geplant. Von dort aus sollte es weiter nach Bangor an der amerikanischen Ostküste fliegen und von dort weiter in die Mojave-Wüste. Doch schon der Flug nach Deutschland wurde gestrichen.

Flughafen fehlt Genehmigung für 747-Starts

Laut der niederländischen Transportbehörde ILT dürfen die riesigen Vierstrahler gar nicht am Flughafen abheben, an dem sonst vor allem Cessna 152, Piper PA-32 oder Cirrus SR22 verkehren. «Der Flughafen Twente hat einfach nicht das richtige Sicherheitszertifikat», sagt eine Sprecherin der Behörde gegenüber der Zeitung Tubantia. Größere Flugzeuge wie die 747 könnten in Twente zwar landen, jedoch nur zur Demontage.

«Die Flughafeninfrastruktur ist nicht zum Abheben größerer und schwererer Flugzeuge geeignet.» Die Verfahren vor dem Abflug seien ebenfalls noch nicht genehmigt worden. Der Sprecherin zufolge arbeitet der Flughafen seit einiger Zeit daran, das Sicherheitszertifikat anzupassen, hat aber die Bedingungen noch nicht erfüllt.

Airport attackierte Behörde

Der Flughafen Twente habe Lufthansa die Parkmöglichkeit von sich aus angeboten, aber die Behörde nicht informiert, heißt es weiter. Zudem habe das Management von dem Startverbot für große Flugzeuge gewusst, erklärt die Sprecherin.

Flughafen-Chefin Meiltje de Groot wirft der Inspectie voor Leefomgeving en Transport ILT dagegen vor, die Genehmigung ungerechtfertigt geändert zu haben. «Wir sind völlig überrascht», sagt sie. «Wir werden das sicher nicht akzeptieren.» Man sei in Gesprächen mit der Behörde, bereite parallel aber auch rechtliche Schritte vor.

Hoffnung auf Verschrottung vor Ort

Laut der Flughafenchefin hatte man in Twente darauf gehofft, dass Lufthansa die Boeing 747 vor Ort demontieren lassen würde. Aber natürlich respektiere man die Entscheidung der Fluggesellschaft, dies nicht zu tun und die Maschinen auszufliegen, so de Groot. Ob und wann das möglich wird, ist nun völlig offen.

Mehr zum Thema

Lufthansas Boeing 747 mit dem Kennzeichen D-ABTL: Zurück in Frankfurt.

Lufthansa-Jumbos sind große Stars in Twente-Enschede

Der gestrandete Dreeamlifter: Kann wieder abheben.

Dreamlifter konnte wieder starten

lufthansa airbus a321 200 de

Wer bei Lufthansa eine Teilstrecke auslässt, muss jetzt ganz genau erklären, warum

ticker-lufthansa

Gewerkschaft meldet hohe Beteiligung der Pilotinnen und Piloten bei Lufthansa-Streik

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin