Boeing 757 von Icelandair: Die Airline will in Zukunft weniger stark wachsen

ExpansionIcelandair schaltet einen Gang runter

Die isländische Nationalairline hat einen neuen Aktionär. Zudem will Icelandair Anteile an Tochterfirmen verkaufen und ein gemächlicheres Expansionstempo anschlagen.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich stand Icelandair letzten Monat noch kurz davor, den angeschlagenen Konkurrenten Wow Air zu übernehmen. Doch die Verhandlungen zwischen den beiden isländischen Fluggesellschaften scheiterte. Wow Air hat den Betrieb mittlerweile eingestellt.

Trotz dem Wegfall des Mitbewerbers ist Icelandair nicht zum Feiern zumute. Nachdem das Unternehmen im letzten Jahr hohe Verluste schrieb, sucht der neue Chef nach Wegen, die Finanzen wieder aufzubessern. Neben dem Verkauf von Tochtergesellschaften setzt er auf eine gemächlichere Expansion. «Seit 2009 haben wir uns sehr auf unser Wachstum konzentriert»,  so Chef Bogi Nils Bogason zur Zeitung Financial Times. «Wir haben uns darin ganz gut angestellt, aber wer sich zu sehr auf Wachstum konzentriert, der vernachlässigt die Kosten». Lücken, die Wow Air hinterlässt, will man darum nur ganz gezielt stopfen.

Management wird vorsichtiger

Bogason wurde erst im letzten Jahr auf den obersten Posten befördert, nachdem Icelandair unter seinem Vorgänger Björgólfur Jóhannsson im letzten Jahr zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt wieder einen Verlust einfuhr.  Der neue Lenker und ehemalige Finanzchef soll nun dafür sorgen, dass die Gesellschaft wieder schwarze Zahlen schreibt. Für die Mitarbeiter könnte das mehr Arbeit oder geringere Gehälter bedeuten. «Unsere Piloten und Kabinenbesatzungen verdienen bei uns gut, möglicherweise müssen wir uns das zu Nutze machen», denkt Bogason laut nach.

Das die Isländer bei den Ausgaben künftig behutsamer sind, war laut dem Chef zudem der Grund für das Platzen der Übernahme von Wow Air. Die Schulden der Gesellschaft seien mit rund 150 Millionen Euro zu hoch gewesen. Eine Umwandlung von Fremd- in Eigenkapital in letzter Minute sei nicht mehr gelungen, so Bogason.

Hotels werden verkauft

Icelandair kümmert sich nun lieber um frisches Kapital für sich. Wie sie gestern (3. April) bekannt gab, steigt die amerikanische Investmentgruppe Par Capital Management mit 11,5 Prozent ein. Mehr als 42 Millionen Euro fließen so in die Kasse.

Weiteres Kapital erhofft sich das Management vom Verkauf der eigenen Hotelkette. Bis zu 80 Prozent der Anteile sollen dazu an einen neuen Investor übergehen. Laut Icelandair seien Verhandlungen mit einem möglichen Käufer bereits in den letzten Zügen.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin