Airbus A350 in den Farben von British Airways: IAG verhandelt die Auslieferungen neu.

Flugzeug-AuslieferungenIAG will Airbus A350 und Dreamliner später

Die Luftfahrtbranche hat ein hartes Jahr hinter sich. Das bemerkt auch die International Airlines Group. Die British-Airways-Mutter will neue Flieger erst später.

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«Wir haben ein schwieriges Jahr hinter uns», fasst es IAG-Finanzchef Enrique Dupuy nüchtern zusammen. Zahlreiche Ereignisse haben Nachfrage und Margen in der ganzen Branche gedrückt. Der Brexit zwang schließlich zahlreiche Airlines, ihre Gewinnerwartungen herunterzuschrauben und Investitionen zu überdenken – so auch die IAG International Consolidated Airlines Group, zu der neben British Airways auch Iberia, Vueling und Aer Lingus gehören.

Bei IAG hat das nun ganz konkrete Auswirkungen auf die Flottenplanung. Wie Dupuy beim Investorentag der Airline-Gruppe erklärte, verhandle man die Auslieferungen von insgesamt 38 Airbus A350 und Boeing 787 Dreamliner neu. Er glaube daran, dass man sich mit den Herstellern schnell auf eine neue Lösung einigen werde.

Airbus entgegenkommender als Boeing

Etwas konkreter wurde IAG-Vorstandsvorsitzender Willie Walsh. «Vor allem Airbus ist enorm entgegenkommend und versteht, wo wir gerade stehen», lobte der Manager beim Investorentag. Beim amerikanischen Flugzeugbauer laufen die Verhandlungen über die Dreamliner-Lieferungen zäher. An der Beziehung mit Boeing müsse man «noch etwas arbeiten».

Was IAG aber in jedem Fall klarmacht: Bei den Verhandlungen geht es nicht um eine Stornierung, sondern nur um eine Verschiebung des Lieferzeitpunkts. Gleichzeitig gab IAG bekannt, dass auch die Kurz- und Mittelstreckenflotte angepasst werde. Die Airline-Gruppe plant für 2020 nur noch mit 362 Fliegern aus der Airbus-A320-Familie – das sind 34 weniger als bisher geplant gewesen war.

Mehr Sitze in der Boeing 777

Während die Auslieferungen neuer Jets nach hinten geschoben werden sollen, hat sich IAG entschieden, einige ältere Flieger länger in Betrieb zu halten. Vier Boeing 747 mehr als geplant sollen 2020 noch in der Flotte der Airline fliegen – insgesamt wären es dann noch 19 Jumbo-Jets.

Beim Investorentag hab IAG-Tochter British Airways außerdem bekannt, dass man die Konfiguration in einigen Langstreckenfliegern anpassen werde, um wettbewerbsfähiger zu werden. In 25 Boeing 777, die in London Gatwick stationiert sind, soll ein Sitz mehr pro Reihe in der Economy-Class eingebaut werden – was insgesamt 52 Plätze mehr pro Flugzeug schafft. Die Konfiguration wird ab 2018 3-4-3 sein.

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