Dreamliner von Air Europa: IAG begnügt sich mit ihren 20 Prozent.

Übernahme abgeblasenIAG gibt Air Europa das zweite Mal den Laufpass

Déjà-vu: Bereits ein Mal gab IAG die Übernahme des Iberia-Konkurrenten Air Europa auf. Und versuchte es dann ein zweites Mal. Doch auch dieses Mal ist der Plan gescheitert.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Sie hatte die EU-Freigabe für Lufthansas Einsteig bei ITA Airways als gutes Omen für die eigenen Pläne interpretiert. Schon lange bemüht sich Iberia-Mutter IAG um eine Übernahme von Air Europa vom Tourismuskonzern Globalia. 2019 hatten sie es ein erstes Mal versucht, doch 2021 die Pläne wieder aufgegeben.

2023 wurden die Gespräche zwischen IAG und Globalia wieder aufgenommen und vereinbart, dass IAG-Tochter Iberia die letzten 80 Prozent von Air Europa kaufen würde. Seit 2022 gehören ihr bereits 20 Prozent der auf Südamerika spezialisierten Fluglinie. Doch auch dieses Mal scheitert der Versuch.

IAG muss Globalia Entschädigung zahlen

Man gebe «die Entscheidung bekannt, den am 23. Februar 2023 mit Globalia unterzeichneten Vertrag zu kündigen, in dem sich IAG bereit erklärt hat, von Globalia die restlichen 80 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals von Air Europa zu erwerben», so der spanisch-britische Konzern in einer Mitteilung am späten Donnerstagnachmittag (1. August). Man sei zu dem Schluss gekommen, «dass es im derzeitigen regulatorischen Umfeld nicht im besten Interesse der Aktionäre wäre, die Transaktion fortzusetzen». Sprich: Die Auflagen der EU sind zu einschneidend.

Gemäß den Bedingungen der Vereinbarung zahlt IAG an Globalia 50 Millionen Euro als Abfindungszahlung für die Beendigung der Transaktion. Zudem gilt: «IAG hält weiterhin ihre 20-prozentige Minderheitsbeteiligung an Air Europa, die sie am 16. August 2022 erworben hat», wie der Mutterkonzern von Aer Lingus, British Airways, Iberia, Level und Vueling klarstellt.

IAG will in Madrid stärker werden

IAG-Chef Luis Gallego  kommentiert: «Wir glauben, dass diese Entscheidung im besten Interesse unserer Aktionäre ist.» Man halte an der Strategie fest, die unter anderem vorsieht, dass das Unternehmen von seinem Drehkreuz in Madrid aus im Wettbewerb bestehen kann. «Diese Strategie führt zu guten Ergebnissen. Wir werden unsere Präsenz in Madrid weiter ausbauen, damit sich das Drehkreuz zu einem Konkurrenten der größten europäischen Drehkreuzen entwickeln kann.»

Auch wenn IAG und Gallego darauf aktuell nicht eingehen: Alternative zur Air-Europa-Übernahme könnte nun der Einstieg bei Tap sein. Bei einer Übernahme von Air Europa wäre das wohl unmöglich geworden. Nun aber eröffnen sich dem Konzern neue Möglichkeiten, da Iberia eher auf Spanisch sprechende Länder fokussiert ist und Tap auf Brasilien.

Oder Einkauf in Südamerika

Ein anderer Schritt könnte der Einstieg bei einer Fluggesellschaft in Südamerika sein - das hatte der Konzernchef Gallego kürzlich angedeutet. Durch eine Stärkung zwischen Südamerika und Spanien würde die Bedeutung von Madrid als Drehkreuz noch weiter wachsen.

Mehr zum Thema

Südamerika und die bisherigen Airlines von IAG: Die Gruppe will wachsen.

IAG will nach Air Europa auch eine Fluglinie in Südamerika

Gemeinsam: Volotea, Avianca und Gol wollen Slots von Air Europa und IAG

Gemeinsam: Volotea, Avianca und Gol wollen Slots von Air Europa und IAG

Air Europa feiert Deutschland-Jubiläum

Air Europa feiert Deutschland-Jubiläum

ticker-iberia

Iberia baut Codeshare mit Viva Air aus

Video

Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin