Boeing 737 Max: Wann darf sie wo wieder fliegen?

Boeing 737 MaxHunderte Meldungen über fehlerhaften Sensor

Die Anstellwinkelsensoren dürften ein Grund für die beiden Abstürze von Boeing 737 Max sein. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Fehlfunktionen dieser Teile.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Nach den zwei Abstürzen von Boeing 737 Max hat Boeing einige Anpassungen an der Software des sogenannten Maneuvering Characteristics Augmentation System MCAS vorgenommen. Unter anderem verlässt sich das Programm, das einen Strömungsabriss verhindern soll, nicht mehr nur auf Daten eines Sensors, sondern greift auf zwei Quellen zurück. Falsche Geschwindigkeitsdaten sorgten dafür, dass das MCAS die Nase des Fliegers nach unten drückte. Bei beiden Abstürzen könnte das eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Wie der Nachrichtensender CNN nun berichtet, war allerdings schon länger bekannt, dass die Anstellwinkelsensoren, die lange als einzige Quelle für das MCAS dienten, fehleranfällig sind. In 216 Berichten über Zwischenfälle, die an die Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration gesendet wurden, wurden sie erwähnt. In den Berichten geht es um Frostschäden an den Sensoren oder Schäden durch Blitzeinschlag. Auch Vogelschlag soll die Sensoren teilweise beschädigt haben – und so zu falschen Angaben geführt haben.

Keine Tests mit falschen Daten

In rund einem Fünftel der Berichte, welche CNN untersucht hat, sind die Sensoren an Boeing 737 betroffen. Die FAA gab deswegen schon vor dem Start der Boeing 737 Max zwei Sicherheitsanweisungen für andere Boeing-Modelle heraus. Dennoch, so heißt es in dem Bericht, soll Boeing in den Testflügen keinen Fall geprüft haben, in dem der Sensor nicht funktioniert.

Boeing kommt damit nicht aus der Verteidigungshaltung heraus. Ein Sprecher des Flugzeugbauers erklärte gegenüber CNN, dass das MCAS gemäß den FAA-Richtlinien getestet worden sei. «Daten von einer Quelle sind in der Branche anerkannt», sagt er. Analysen hätten im Vorfeld ergeben, dass die Piloten im Falle einer Fehlfunktion des MCAS in der Lage sein würden, den Flieger wieder unter Kontrolle zu bekommen.

40 Sekunden Zeit, um zu handeln

Doch das war eine größere Herausforderung als zunächst angenommen. In Simulatortests zeigte sich, dass vor den Softwareanpassungen am MCAS nur 40 Sekunden Zeit blieben, um einen Absturz zu verhindern. Den Piloten in den Tests gelang es, doch sie waren über das Problem informiert – anders als die Crews der verunglückten Maschinen von Lion Air und Ethiopian Airlines.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max von Lion Air: Ungeschulte Piloten hatten schlechte Karten.

40 Sekunden, um die Katastrophe zu verhindern

Start der 777X-Produktion: So erlebte ihn Alan Boyle von Geek Wire.

737 Max wirbelt Zeitplan für 777X und 797 nicht durcheinander

Flugbegleiterin von Germania Flug: Der Flugplan wurde ausgedünnt.

737-Max-Grounding durchkreuzt Pläne von Germania Flug

ticker-boeing-787-9

Boeing weist im Juli nur 38 neue Bestellungen aus

Video

Die stehen gebliebene Boeing 787 von Vietnam Airlines nach der Landung in München: Die Blackbox wird ausgewertet.
Die Boeing 787-9 von Vietnam Airlines hinterließ beim missglückten Start in München Spuren am Ende der Piste und setzte während der Rotation mit dem Heck auf. Das bestätigt nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung. Die Ermittelnden untersuchen neben technischen und menschlichen Faktoren auch mögliche organisatorische Einflüsse.
Timo Nowack
Timo Nowack
Zerstörter Flieger von Mahan Air: Insgesamt wurden im Krieg gemäß der Regierung in Teheran 100 zivile Flugzeuge getroffen.
Insgesamt sollen es rund 100 sein: Im Iran wurden laut Angaben des Landes weit mehr zivile Flugzeuge durch Angriffe der USA oder Israels zerstört oder beschädigt, als bisher bekannt war. Für das Land ist das ein riesiges Problem.
Timo Nowack
Timo Nowack
de haviland dh88 comet g acss
Sie wurde 1934 gebaut und gewann ein legendäres Luftrennen. Nun ist die einzige noch flugfähige de Havilland DH.88 Comet der Welt bei der Flugschau schwer beschädigt worden.
Timo Nowack
Timo Nowack