Boeing 737 Max: Wann darf sie wo wieder fliegen?

Boeing 737 MaxHunderte Meldungen über fehlerhaften Sensor

Die Anstellwinkelsensoren dürften ein Grund für die beiden Abstürze von Boeing 737 Max sein. In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Fehlfunktionen dieser Teile.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Nach den zwei Abstürzen von Boeing 737 Max hat Boeing einige Anpassungen an der Software des sogenannten Maneuvering Characteristics Augmentation System MCAS vorgenommen. Unter anderem verlässt sich das Programm, das einen Strömungsabriss verhindern soll, nicht mehr nur auf Daten eines Sensors, sondern greift auf zwei Quellen zurück. Falsche Geschwindigkeitsdaten sorgten dafür, dass das MCAS die Nase des Fliegers nach unten drückte. Bei beiden Abstürzen könnte das eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Wie der Nachrichtensender CNN nun berichtet, war allerdings schon länger bekannt, dass die Anstellwinkelsensoren, die lange als einzige Quelle für das MCAS dienten, fehleranfällig sind. In 216 Berichten über Zwischenfälle, die an die Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration gesendet wurden, wurden sie erwähnt. In den Berichten geht es um Frostschäden an den Sensoren oder Schäden durch Blitzeinschlag. Auch Vogelschlag soll die Sensoren teilweise beschädigt haben – und so zu falschen Angaben geführt haben.

Keine Tests mit falschen Daten

In rund einem Fünftel der Berichte, welche CNN untersucht hat, sind die Sensoren an Boeing 737 betroffen. Die FAA gab deswegen schon vor dem Start der Boeing 737 Max zwei Sicherheitsanweisungen für andere Boeing-Modelle heraus. Dennoch, so heißt es in dem Bericht, soll Boeing in den Testflügen keinen Fall geprüft haben, in dem der Sensor nicht funktioniert.

Boeing kommt damit nicht aus der Verteidigungshaltung heraus. Ein Sprecher des Flugzeugbauers erklärte gegenüber CNN, dass das MCAS gemäß den FAA-Richtlinien getestet worden sei. «Daten von einer Quelle sind in der Branche anerkannt», sagt er. Analysen hätten im Vorfeld ergeben, dass die Piloten im Falle einer Fehlfunktion des MCAS in der Lage sein würden, den Flieger wieder unter Kontrolle zu bekommen.

40 Sekunden Zeit, um zu handeln

Doch das war eine größere Herausforderung als zunächst angenommen. In Simulatortests zeigte sich, dass vor den Softwareanpassungen am MCAS nur 40 Sekunden Zeit blieben, um einen Absturz zu verhindern. Den Piloten in den Tests gelang es, doch sie waren über das Problem informiert – anders als die Crews der verunglückten Maschinen von Lion Air und Ethiopian Airlines.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max von Lion Air: Ungeschulte Piloten hatten schlechte Karten.

40 Sekunden, um die Katastrophe zu verhindern

Start der 777X-Produktion: So erlebte ihn Alan Boyle von Geek Wire.

737 Max wirbelt Zeitplan für 777X und 797 nicht durcheinander

Flugbegleiterin von Germania Flug: Der Flugplan wurde ausgedünnt.

737-Max-Grounding durchkreuzt Pläne von Germania Flug

ticker-boeing-1

Boeing liefert im Februar 51 Flugzeuge aus - deutlich mehr als Airbus

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack