Die MD-90 mit dem Kennzeichen N931TB: Boeing hat sie für die Umrüstung ...

Aus MD-90 wird X-66AHier startet Boeings Zukunftsflieger. Was hält Airbus davon?

Boeing hat die McDonnell Douglas MD-90 ausgewählt, die ihr wichtigstes Zukunftskonzept testen wird. Der Umbau beginnt bald. Der Ansatz von Airbus weist Ähnlichkeiten und Unterschiede auf.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es ist ein Test für die Zukunft: Mit einer umgebauten McDonnell Douglas MD-90 wollen Boeing und die Nasa herausfinden, ob ein Konzept namens Transonic Truss-Braced Wing geeignet ist, am nächsten Boeing-Modell zum Einsatz zu kommen. Der Testflieger für den Entwurf mit abgestrebten Tragflächen heißt X-66A und entsteht bei der Nasa in Palmdale.

Dort ist die MD-90 mit dem Kennzeichen N931TB am Dienstag (15. August) angekommen. Der Jet ist mehr als 24 Jahre alt, wurde einst an China Northern Airlines ausgeliefert, flog dann für China Southern Airlines und für Delta Air Lines, bevor er Ende April 2020 außer Dienst ging. Diese Woche flog die Maschine dann von Victorville ins nur rund 65 Kilometer entfernte Palmdale.

Triebwerke an langen, dünnen Flügeln

Der Umbau der MD-90 zur X-66A soll bald beginnen, wie Boeing angekündigt. «Die Boden- und Flugerprobung wird voraussichtlich im Jahr 2028 starten», so der Konzern. Bei der Umrüstung werden der Rumpf verkürzt sowie Tragflächen und Triebwerke ersetzt.

So soll der Flieger nach dem Umbau zur X-66A aussehen. Bild: Boeing

«Das daraus resultierende Demonstrationsflugzeug wird lange, dünne Flügel haben, unter denen die Triebwerke angebracht sind und eine Reihe von aerodynamischen Trägern zur Unterstützung», erklärt die Nasa. Aus einem Flugzeug mit Triebwerken am Heck wird also eines mit den Motoren an den Tragflächen. Wenn die Truss-Braced-Test abgeschlossen sind, soll der Flieger auch das Open-Rotor-Triebwerk Rise von CFM International testen.

Airbus wählt eine andere Lösung

Das Konzept der langen, dünnen Flügel überzeugt auch Boeings Konkurrenten Airbus, die Streben zur Stützung dagegen nicht. «Unsere Einschätzung ist: Einerseits gewinnt man sehr viel durch die lange und dünne Auslegung des Flügels», so Airbus-Technikchefin Sabine Klauke zu aeroTELEGRAPH. «Andererseits hat man diesen Holm, den man für die Stabilität braucht, über den man aber auch wieder Effizienzen verliert. Und dann sind die Anbau- und Integrationskonzepte für die Triebwerke und andere Systeme ganz anders als heute. Da muss man gucken, ob sich Vor- und Nachteile aufwiegen und ob es sich lohnt.»

Denn lange Flügel bieten aerodynamische Vorteile, übertragen bei Verwirbelungen aber auch höhere Kräfte auf die Flügelwurzeln. Um dem entgegenzuwirken, nutzt Boeing die Verstrebungen. Airbus setzt dagegen auf lange Flügelspitzen, die das Flugzeug, wenn es über Laserscanning Turbulenzen wahrnimmt, automatisch in die richtige Position bringt.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen sie Fotos und ein Video vom Flug der MD-90 nach Palmdale. Ein Klick aufs Bild öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

McDonnell Douglas MD-90: Einen solchen Jet werden ...

McDonnell Douglas MD-90 soll Boeing den Weg in die Zukunft ebnen

Boeing: Neues X-Plane der Nasa bekommt Namen X-66A

Boeing: Neues X-Plane der Nasa bekommt Namen X-66A

Visualisierung der Flieger mit Truss-Braced Wing: Ist das Boeings Zukunft?

Eine Technologie ist Favorit für Boeings nächsten Flieger

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

Video

air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack
Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Raketenabwehr: Ist im Iran-Krieg zentral geworden.
Raketen, Drohnen und Apaches: Mit Jets, Hubschraubern und Flugabwehrsystemen verteidigen sich die Vereinigten Arabischen Emirate und sorgen so auch dafür, dass Flugzeuge von Emirates, Etihad, Flydubai oder Air Arabia wieder starten können.
gerard al fil
Gérard Al-Fil