Testflug der Boeing 777Hier fliegt der neue Klassiker von Swiss

Die erste Boeing 777-300ER der Lufthansa-Tochter absolvierte ihren ersten Testflug. Das Modell ist ein Bestseller und wird ab Januar das neue Rückgrat der Swiss-Langstreckenflotte.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Noch trägt die Boeing 777 erst die grüne Grundlackierung und die US-Kennzeichnung N5022E. Der erste Testflug vom Boeing-Werksflughafen Paine Field bei Seattle aus wurde aber besonders in der Schweiz genau verfolgt. Denn die Maschine, die am Dienstag (15. Dezember) ihre Runden über dem Bundesstaat Washington drehte, ist die erste von 9 Boeing 777-300ER,  welche die Swiss orderte und ab kommendem Jahr nach und nach einflottet.

Noch muss die Boeing 777 die letzten Tests absolvieren und später auch noch die rot-weiße Swiss-Lackierung erhalten. Erst dann kann sie an die Lufthansa-Tochter ausgeliefert werden. Am Morgen des 29. Januar 2016 – so der Plan – soll sie in Zürich landen und mit einer großen Zeremonie als HB-JNA offiziell in der Flotte begrüßt werden. Die Fluglinie freut sich nicht nur wegen des Neuigkeitswertes darauf. «Dank des neuen Flugzeuges werden wir wettbewerbsfähiger», erklärte Konzernchef Harry Hohmeister kürzlich.

Boeing 777X kommt für die Swiss zu spät

Die Boeing 777-300ER bringt der Swiss Kosteneinsparungen von 23 Prozent pro Passagier sowie auch eine deutlich höhere Kapazität gegenüber den heute auf vielen Strecken noch eingesetzten Airbus A340-300. Das sind handfeste Vorteile. Den allerneuesten Stand der Technik bietet der Flieger indes nicht mehr. Die 777-300ER wird seit 2004 gebaut. Sie mauserte sich seither zum Klassiker von Boeing und verkaufte sich schon mehr als 600 Mal.

Boeing hat indes mit der Neuversion 777X bereits ein verbessertes Langstreckenflugzeug im Angebot. Es würde nochmals rund 15 bis 20 Prozent tiefere Kosten und eine modernere Kabine bieten. Doch die 777X hat einen Haken. Sie wird erst ab 2020 ausgeliefert. Das war für die Swiss zu spät.

Verbesserte Kabine

Zudem nutzt die Schweizer Airline immerhin die Chance, in die Langstreckenflieger eine verbesserte Kabine einzubauen. So erhalten die Passagiere aller Klassen endlich Wifi über den Wolken. Ebenfalls neu ist in der Economy ein Selbstbedienungskiosk für Getränke und Snacks. Dafür wird es in der Holzklasse zumindest optisch enger als im A340. Die Swiss wählte eine Bestuhlung von 3-4-3, also eine Zehnerreihe. Qatar, Singapore oder Turkish setzen auf 3-3-3. Der Stuhl soll dafür bequemer sein.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie mehr Bilder und ein Video vom Erstflug. Und erfahren Sie hier mehr über das Innere: Das bietet Swiss in der neuen Boeing 777.

Mehr zum Thema

Boeing 737 Max 8 im Hintergrund, Max 10 im Vordergrund: In der Bestellung ist es anders herum.

Boeing hat riesige 737-Max-Bestellung von Turkish Airlines jetzt sicher

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

ticker-boeing-1

Sturm lässt Teil einer Wand des Boeing-Werks in Wichita einstürzen

ticker-boeing-1

Streikrisiko sinkt: Boeing erzielt vorläufige Einigung mit 17.000 Ingenieurs- und Technik-Fachkräften

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier