Das Bild des Triebwerks: Deutliche Schäden.

Vorfall bei Indigo in MumbaiHeikle Triebwerkspanne bei Airbus A320 Neo

Neuer Ärger für Triebwerkshersteller Pratt & Whitney. Ein Airbus A320 Neo der indischen Indigo erlitt einen heftigen Motorenschaden.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es passierte am Samstag (21. Januar), kurz vor 10:30 Uhr. Der Airbus A320 Neo mit dem Kennzeichen VT-ITF beschleunigte gerade auf Piste 27 des Chhatrapati Shivaji International Airport von Mumbai. Er hätte Flug 6E-248 nach Delhi absolvieren sollen. Doch als das Flugzeug rund 130 Kilometer pro Stunde schnell war, erklang plötzlich ein lauter Knall, wie indische Medien berichten. Danach fiel das rechte Triebwerk aus. Die Piloten brachen daraufhin den Start ab.

Indigo bestätigte den Zwischenfall. «Ein lautes Geräusch wurde von Crew und Passagieren vernommen. Einige Passagiere wollen einen Feuerblitz wahrgenommen haben. Die Besatzung hat jedoch kein Feuer gemeldet. Alle Passagiere sind unversehrt», sagte ein Sprecher der Billigairline zur Zeitung Times of India.

Deutliche Schäden

In einer ersten Stellungnahme war von einem technischen Versagen die Rede. Doch wie das Magazin India Today unter Bezugnahme auf den eingesehenen ersten Bericht schreibt, ist der Vorfall doch größer. Ein Bild scheint die Beobachtung von Feuer zu bestätigen und deutet auf deutliche Schäden am Fan oder Verdichter hin.

Noch ist keineswegs klar, wie groß der Schaden ist und was sein Auslöser ist. Für Triebwerkshersteller Pratt & Whitney sind es aber so oder so schlechte Nachrichten. Die Motoren vom Typ PW1000G Pure Power, welche die Inder für ihre A320 Neo gewählt haben, stehen schon länger in der Kritik.

Von Anfang an problematisch

Die Probleme begannen vor der ersten Auslieferung. Die Motoren von Pratt & Whitney mussten zuerst zwischen zwei und sechs Minuten im Leerlauf gelassen werden, bevor sie genug Schub entwickeln, damit ein Flugzeug von alleine rollen kann. Das verlängert die Umlaufzeit eines Flugzeugs am Boden. Qatar AIrways hat deswegen bis heute keinen A320 Neo übernommen, bei Indigo gab es beträchtliche Verspätung.

Der Zwischenfall von Mumbai ist daher schlechte Kunde für Pratt & Whitney. Den Motorenbauer kann nur beruhigen, dass etwa Lufthansa ausgesprochen zufrieden mit dem A320 Neo und seinen Triebwerken ist. Zudem hat er selbst erklärt, die Probleme seien nun behoben.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

ticker-airbus-konzern-

Airbus und Fraunhofer-Institut suchen das bessere Ruder

Jetblue Airbus A220-300

Wie viel wissen Sie über den Airbus A220?

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.

Airbus ist nicht einverstanden mit den Prioritäten von Pratt & Whitney

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack