Das Bild des Triebwerks: Deutliche Schäden.

Vorfall bei Indigo in MumbaiHeikle Triebwerkspanne bei Airbus A320 Neo

Neuer Ärger für Triebwerkshersteller Pratt & Whitney. Ein Airbus A320 Neo der indischen Indigo erlitt einen heftigen Motorenschaden.

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Es passierte am Samstag (21. Januar), kurz vor 10:30 Uhr. Der Airbus A320 Neo mit dem Kennzeichen VT-ITF beschleunigte gerade auf Piste 27 des Chhatrapati Shivaji International Airport von Mumbai. Er hätte Flug 6E-248 nach Delhi absolvieren sollen. Doch als das Flugzeug rund 130 Kilometer pro Stunde schnell war, erklang plötzlich ein lauter Knall, wie indische Medien berichten. Danach fiel das rechte Triebwerk aus. Die Piloten brachen daraufhin den Start ab.

Indigo bestätigte den Zwischenfall. «Ein lautes Geräusch wurde von Crew und Passagieren vernommen. Einige Passagiere wollen einen Feuerblitz wahrgenommen haben. Die Besatzung hat jedoch kein Feuer gemeldet. Alle Passagiere sind unversehrt», sagte ein Sprecher der Billigairline zur Zeitung Times of India.

Deutliche Schäden

In einer ersten Stellungnahme war von einem technischen Versagen die Rede. Doch wie das Magazin India Today unter Bezugnahme auf den eingesehenen ersten Bericht schreibt, ist der Vorfall doch größer. Ein Bild scheint die Beobachtung von Feuer zu bestätigen und deutet auf deutliche Schäden am Fan oder Verdichter hin.

Noch ist keineswegs klar, wie groß der Schaden ist und was sein Auslöser ist. Für Triebwerkshersteller Pratt & Whitney sind es aber so oder so schlechte Nachrichten. Die Motoren vom Typ PW1000G Pure Power, welche die Inder für ihre A320 Neo gewählt haben, stehen schon länger in der Kritik.

Von Anfang an problematisch

Die Probleme begannen vor der ersten Auslieferung. Die Motoren von Pratt & Whitney mussten zuerst zwischen zwei und sechs Minuten im Leerlauf gelassen werden, bevor sie genug Schub entwickeln, damit ein Flugzeug von alleine rollen kann. Das verlängert die Umlaufzeit eines Flugzeugs am Boden. Qatar AIrways hat deswegen bis heute keinen A320 Neo übernommen, bei Indigo gab es beträchtliche Verspätung.

Der Zwischenfall von Mumbai ist daher schlechte Kunde für Pratt & Whitney. Den Motorenbauer kann nur beruhigen, dass etwa Lufthansa ausgesprochen zufrieden mit dem A320 Neo und seinen Triebwerken ist. Zudem hat er selbst erklärt, die Probleme seien nun behoben.

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