Selbstbedienungs-Bahn von Terminal 5 in Heathrow: Noch mehr Investitionen nötig.

Teuer, teurer, Heathrow

Der größte Flughafen Großbritanniens will die Gebühren in den kommenden fünf Jahren massiv erhöhen. Airlines laufen dagegen Sturm.

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Letztes Jahr ging die Rechnung auf. Um 12,5 Prozent hob der Flughafen Heathrow die Gebühren pro Passagier seit April 2011 an. Für das Gesamtjahr 2012 stieg deshalb der Umsatz um 8 Prozent auf 2,5 Milliarden Pfund (2,9 Milliarden Euro/3,6 Milliarden Franken). Der Vorsteuerverlust sank um mehr als vier Fünftel auf 32,8 Millionen. Und das, obwohl die Zahl der Passagiere trotz des Großereignisses der Olympischen Sommerspiele mit 70 Millionen in etwa stabil blieb, wie der Betreiber des Flughafens in Londons Westen am Montag (18. Februar) bekannt gab. Vom Erfolg beflügelt will er nun die Gebühren schrittweise noch weiter anheben.

Die geplante Preiserhöhung ist keine Kleinigkeit. Um 41 Prozent sollen die Passagiergebühren nun noch steigen, so der Plan. Heute stehen sie bei 19.33 Pfund, nächstes Jahr sollen sie auf 21.96 Pfund steigen und im April 2018 dann auf 27.30 Pfund. Das Unternehmen will damit Investitionen in die Erneuerung finanzieren. Gemäß den Plänen soll Terminal 2 ausgebaut und Terminal 1 abgerissen werden.

Wettbewerbsbehörden sollen handeln

Doch die Fluggesellschaften laufen dagegen Sturm - allen voran die Heimairline British Airways. Die Preise in Heathrow hätten sich in den letzten elf Jahren bereits verdreifacht. Nun müssten sie «maßgebend» gesenkt werden, zumal die Investitionen ab nächstem Jahr um ein Viertel reduziert würden, so das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Auch Virgin Atlantic rief die britischen Wettbewerbsbehörden dazu auf, etwas gegen die geplante Erhöhung zu unternehmen.

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