Kein Alkohol für Betrunkene: Künftig sollen Passagiere auch an Flughäfen weniger zu trinken bekommen.

Britischer VorschlagAlkoholstopp am Flughafen

Die Zahl der renitenten Passagiere verdreifachte sich in Großbritannien innerhalb von drei Jahren. Oft war übermäßiger Alkoholkonsum schuld. Damit soll jetzt Schluss sein.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Alkoholisierte Passagiere erhalten während des Flugs häufig keinen zusätzlichen Alkohol. Doch dann ist es meist schon zu spät: Vor dem Abflug haben einige schon so viel gebechert, dass sie Anweisungen oder Bitten von Flugpersonal und anderen Mitreisenden gleich als Provokation sehen oder wegen anderer Kleinigkeiten ausrasten. Die Zahl der Zwischenfälle an Bord von britischen Flugzeugen mit Passagieren außer Rand und Band hat sich seit 2011 verdreifacht.

Unter anderem versuchten Betrunkene an Bord zu rauchen, ins Cockpit zu kommen oder griffen die Flugbegleiter an. Ein Mann zog sich plötzlich aus und wollte während des Fluges die Maschine verlassen. Die Mannschaft konnte ihn daran hindern, eine Flugzeugtür zu öffnen.

Mehr Junggesellenabschiede

Der starke Anstieg an betrunkenen Problempassagieren ist laut Experten auf die steigende Zahl an Junggesellenabschieden im Ausland zurückzuführen. Große Gruppen reisten dafür zu beliebten Party-Zielen wie Marbella, Ibiza oder Las Vegas. Die Reisen gehen Hand in Hand mit großen Mengen Alkohol. Meist beginnt das schon am Abreiseort. Daher fordert die britische Luftfahrtbehörde nun eine Beschränkung des Alkohol-Ausschanks an Flughäfen, berichtet die Daily Mail. «Pubs, Bars und Restaurants in Großbritannien und im Ausland müssen dabei mithelfen», unterstreicht auch Nathan Stowe, Chef der britischen Airline-Vereinigung BATA.

Erst vor zwei Wochen kam es auf einem Ryanair-Flug zu einem Zwischenfall mit einem Betrunkenen: Der Mann zog einen Teil seiner Kleidung aus und schlug um sich. Die Maschine auf dem Weg von Riga nach Dublin musste einen Zwischenstopp im dänischen Aarhus machen – der Mann wurde verhaftet.

Auch in USA zunehmendes Problem

Auch in den USA werden sogenannte «unruly Passenger» zunehmend zu einem Problem. Mittlerweile gibt es Überlegungen, die Strafen für die Schuldigen drastisch zu erhöhen. Und die sind bislang schon nicht niedrig – doch meist werden sie gar nicht oder nur ein Bruchteil der Summe bezahlt. In China gibt es Überlegungen, «unruly Passenger» auf eine No-Fly-Liste zu setzen. Für Aufsehen sorgte etwa der Fall eines Chinesen, der an Bord eines Fluges von Thai Air Asia ausrastete. Er bewarf eine Flugbegleiterin mit heißem Wasser und Nudeln.

Mehr zum Thema

Konzept: Die neue Piste in London Heathrow soll über die Straße führen.

London-Heathrow baut eine Autobahn - und blickt dabei nach Frankfurt

Millenials im Businessjet: Jüngere Generationen nutzen die Businessjets auch für den Urlaub.

Im Businessjet sitzt immer öfter ein Millennial statt ein Mann mit grauen Schläfen

manston airport

Verlassener britischer Flughafen will Comeback feiern

Easyjet startet am Flughafen Bristol: Der Regionalflughafen träumt von Langstrecken.

Regionalflughafen träumt von Flügen in die USA und den Nahen Osten

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin