Glenn beck poltert: Schlechte Erfahrungen.

Angriff auf American Airlines

Der TV-Star Glenn Beck kritisierte den Service der Fluglinie vor einem Millionenpublikum. Nun kämpft American Airlines um ihren Ruf.

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Glenn Beck ist kein Mann der leisen Töne. Der ultrakonservative Fernsehstar schießt in seinen Sendungen in einem einzigen Monolog gegen alles, was ihm nicht passt. Ausgewogenheit als journalistischen Grundsatz kennt er nicht. Und so wurde der 48-Jährige selbst seinem Sender Fox News zu extrem. Seither poltert Beck auf seinem eigenen erfolgreichen Bezahl-Kanal Blaze TV und im Radio. Letzte Woche traf es dabei American Airlines. Über das Labor-Day-Wochenende besuchte der Fernsehmann New York und flog von Newark zurück an seinen Wohnort Dallas. Das Erlebnis war offenbar so fürchterlich, dass Beck sagte er verstehe nun, weshalb American in die Insolvenz geschlittert sei.

Schuld an Becks Ärger ist ein Flugbegleiter, der ihn aus politischen Gründen schlecht behandelt haben soll. Er habe alle anderen Passagiere auf dem Flug sehr nett behandelt, mit ihm aber habe der Mann kaum ein Wort gesprochen. Eine Dose Limonade habe er richtiggehend auf das Tischchen geknallt. «Ich möchte American Airlines dafür danken, dass sie mich darauf aufmerksam machten, dass sie gar nicht American Airlines meinen», ratterte Beck in der Sendung über 14 Minuten los. Offenbar meinten sie «Liberal American Airlines», wobei das Wort liberal in den USA für politisch links steht.

Millionen von Anhängern

Man nehme «Kundenbeschwerden sehr ernst» erklärte ein Sprecher der Fluggesellschaft gegenüber der Zeitung USA Today. Aber es gebe einen genauen Prozess dafür, den nun eingeleitet worden sei. Zuerst wolle man überprüfen, ob der Vorfall sich wirklich so ereignet habe, wie Beck erzählte. Erst dann handle man. Falls der Flugbegleiter sich tatsächlich abschätzig verhalten haben sollte, dann werde er entlassen, versicherte der Sprecher. Auch via Twitter entschuldigte sich American Airlines beim TV-Star. Doch ein Imageschaden ist sicherlich bereits angerichtet. Becks Radiosendung hören acht Millionen Menschen wöchentlich, seine TV-Sendung abonnierten mehr als 300'000 Menschen.

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