Kopfschmerzen und JuckreizGewerkschaft will neue American-Uniformen abschaffen

Schon kurz nach dem Start klagten Mitarbeiter von American über Probleme mit den Uniformen. Die haben sich nun offenbar verschlimmert. Die Gewerkschaft droht mit rechtlichen Schritten.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

In nur zwei Monaten hat sich die Zahl der Beschwerden vervierfacht. 1600 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von American Airlines haben sich bei der Gewerkschaft darüber beschwert, dass ihre neuen Uniformen ihnen gesundheitliche Probleme bereiten. Sie klagen über Kopfschmerzen, Ausschläge und Juckreiz, teilt die Association of Professional Flight Attendants (APFA) mit. Im Oktober waren es erst 400 Beschwerden gewesen. Im September hatte American begonnen, die Uniformen an ihre rund 60.000 Mitarbeiter zu verteilen.

Der APFA sind 1600 Beschwerden eindeutig zu viel. «Die steigende Zahl an Beschwerden über Probleme, die durch direkten oder indirekten Kontakt mit der Kleidung entstehen, hat uns zu der Entscheidung gebracht, American Airlines aufzurufen, die Uniformen bis auf Weiteres zurückzuziehen», heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft. Bevor sie wieder genutzt werden könnten, seien erneute Tests der Materialien nötig. Bereits im Vorfeld hatte American Airlines erklärt, dass man die Kleidung getestet hätte und sie besser abgeschnitten habe als die Uniformen der Konkurrenz.

Neue Tests, aber kein Rückruf

American geht immerhin auf die Forderung nach neuen Tests ein. Bereits in dieser Woche startet eine neue Runde an Untersuchungen. Dabei werden Experten auch die Fabriken des Herstellers Twin Hill besichtigen. Außerdem können alle Mitarbeiter sich gratis von Dermatologen untersuchen lassen. Das sei auch wichtig, da man so etwaige Gemeinsamkeiten bei den Beschweren identifizieren könne, berichten amerikanische Medien. Einigen einzelnen Flugbegleitern erlaubt die Fluggesellschaft es außerdem, ihre alten Uniformen weiter zu tragen.

Einen Rückruf der Uniformen plant American aber nicht. Das ist der Gewerkschaft nicht genug. «Das reicht nicht, um unsere Mitglieder angemessen zu schützen», so die APFA laut der Zeitung Dallas News. Man werde daher sämtliche Optionen offenhalten und behalte sich auch rechtliche Schritte vor. Außerdem werde man weitere Experten hinzuziehen, die die Materialien untersuchen sollen.

Ähnliches Problem bei Alaska Airlines

Hersteller Twin Hill stand aus einem ähnlichen Grund schon einmal in der Öffentlichkeit. Mitarbeiter von Alaska Airlines klagten 2013 über Probleme mit ihren Uniformen. Auch sie beschwerten sich über Kopfschmerzen, Juckreiz, Ausschlag und Atemprobleme. 164 Mitarbeiter der Airline hatten aus dem Grund eine Sammelklage eingereicht – allerdings verloren. Das Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass zwischen den Uniformen und den Beschwerden ein Zusammenhang besteht.

Sehen Sie sich die neuen Uniformen in der oben stehenden Bildergalerie an.

Mehr zum Thema

So sieht die Bekleidung der Service-Angestellten am Boden aus.

Delta stellt neue Designer-Uniformen vor

Neue Uniformen bereiten American Kopfschmerzen

Neue Uniformen bereiten American Kopfschmerzen

Die Uniformen der Flugbegleiter.

Hawaiian Airlines präsentiert neue Uniformen

Nachthimmel in den Bergen Colorados: 1982 wurde ein Mann gerettet, weil in einem Passagierflugzeug jemand die SOS Zeichen erkannte.

40 Jahre alter Cold Case gelöst - SOS aus Flugzeug von United Airlines erkannt

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies