Kontrolle des Lacks eines Leitwerks: Unter dem Lack verstecken sich unschöne Sachen, kritisieren Gewerkschaften.

Harsche KritikGewerkschaft: Lufthansa betreibt «gruppeninternen Kannibalismus»

Die Dachorganisation europäischer Transportgewerkschaften geht Lufthansa hart an. Die Gruppe verfolge bei den Sozial- und Arbeitsstandards eine Nivellierung nach unten.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Eurowings Discover hebt seit ein paar Wochen regelmäßig mit Passagieren ab. Das Selbstbild, welches das Management bei der Präsentation des ersten Flugzeugs kommunizierte: Man ist ein Start-up, funktioniert anders als traditionelle Airlines. Gewerkschaften finden dafür allerdings andere Worte.

Die Arbeitsbedingungen für Cockpit- und Kabinenbesatzung seien schlechter als bei der Muttergesellschaft Lufthansa und auch als bei den anderen Airlines der Gruppe, monieren sie. Auch die Tatsache, dass es keinen Tarifvertrag gibt, wird von ihnen kritisiert. Bislang fanden sie damit wenig Gehör. Daher haben sich nun mehrere europäische Angestellentvertretungen zusammengetan.

«Herabsetzung der Sozial- und Arbeitsstandards»

Die European Transport Workers’ Federation hat einen Brief an Lufthansa-Chef Carsten Spohr verfasst. In dem verurteilt die Dachorganisation der europäischen Transportgewerkschaften die «Herabsetzung der Sozial- und Arbeitsstandards für die Arbeitnehmenden, die das Management des Lufthansa-Konzerns bei Eurowings Discover weiterhin stillschweigend praktiziert.»

Das Gruppenmanagement sei der Ansicht, dass solche Maßnahmen die einzige unmittelbare und mögliche Lösung sind, um dem derzeitigen wirtschaftlichen Druck des Marktes zu begegnen. Das lehnt die Dachgewerkschaft ab. Nach Ansicht ihrer Mitgliedsorganisationen – Kapers (Schweiz), Vida (Österreich), Aircrew Alliance und Verdi (Deutschland) sowie B United (Tschechische Republik) – führt diese Strategie zu einem «gruppeninternen Kannibalismus».

Lufthansa Group soll «falsche Richtung» ändern

Lufthansa Group unterstütze einen Ansatz der Nivellierung nach unten, heißt es weiter. Die Gewerkschaften vergleichen die Arbeitsstandards bei Eurowings Discover mit denen der «meisten Billigfluggesellschaften in Europa». Die Gruppe verletze in grober Weise grundlegende Arbeitsrecht.

Die europäische Dachgewerkschaft und ihre für Lufthansa zuständige Mitglieder fordern, dass man für alle Töchter einen Tarifvertrag aufsetze. «Dies wäre unseres Erachtens ein klares Signal, dass die Lufthansa Group tatsächlich konkrete Schritte unternimmt, um die völlig falsche Richtung zu ändern», sagt Eoin Coates, Leiter Luftfahrt bei der European Transport Workers’ Federation.

Standards nicht weiter senken

Der Konzern solle nicht weiter den Weg gehen, die Sozial- und Arbeitsstandards für seine Beschäftigten in neuen Gesellschaften zu senken, meint er weiter.  Bis zum Erscheinen des Artikels steht die Stellungnahme von Lufthansa noch aus.

Mehr zum Thema

Airbus A330-900 von Condor: So könnte er über dem Strand von Punta Cana aussehen.

Condors großer Konter gegen Eurowings Discover

Boeing 787 mit Schleife: Hoffentlich kommt sie pünktlich.

Lufthansa-Chef wünscht sich Boeing 787 zu Weihnachten

Airbus A320-200 von Lufthansa: Nach und nach kommen sie zurück.

Lufthansa erwartet 400 freiwillige Abgänge im Cockpit

Landung des Jubiläums-A350 in Nürnberg: Seltener Besuch.

Airbus A350 von Lufthansa mit Jubiläumslackierung stattet Nürnberg einen Besuch ab

Video

Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Sturm am Flughafen Forli: Flugzeuge umgedreht.
Ein heftiger Sturm mit Böen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde ist über Forlì in Italien hinweggezogen. Auch der Flughafen wurde getroffen: Zwei eingelagerte Boeing 737 und mehrere Kleinflugzeuge wurden beschädigt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack