Die Entwicklung der VFW 614 begann 1961.

Deutsches PassagierflugzeugVFW 614 bekommt Logenplatz bei Airbus

Die VFW 614 war das erste in Westdeutschland entwickelte Düsenflugzeug. Nun ehrt Airbus den Jet, der ein kommerzieller Flop war.

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Am 27. August 1939 wurde in Rostock Luftfahrtgeschichte geschrieben. Ein Testpilot flog am Flughafen im Stadtteil Marienehe eine Heinkel He 178, die mit einem vom deutschen Physiker Hans Joachim Pabst von Ohain entworfenen Düsentriebwerk angetrieben wurde. Es war der weltweit erste Flug eines Düsenflugzeuges und der Anfang vom Ende der Ära der Propellerflugzeuge.

Der Zweite Weltkrieg stoppte die Entwicklung des neuen Antriebes jedoch jäh. Und es sollte lange dauern, bis man in Deutschland wieder an den Bau von Passagierflugzeugen mit Düsentriebwerken heranging. Den ersten Schritt machte die DDR rund zwanzig Jahre nach Pabst von Ohains ersten Versuchen.

Die DDR hatte die Nase vorn...

Unter den Augen von SED-Generalsekretär Walter Ulbricht präsentierten die VEB Flugzeugwerke Dresden im April 1958 die Baade 152. Das erste deutsche Düsenflugzeug wurde jedoch nicht zum Erfolg. Der Absturz eines Prototyps und Verzögerungen machten den Flieger bei Kunden unbeliebt. Die Produktion wurde 1961 eingestellt.

Davon ließ man sich im Westen des damals geteilten Landes nicht abschrecken. Die Vereinigten Flugtechnischen Werke in Bremen begannen ihrerseits ein düsengetriebenes Passagierflugzeug zu entwickeln. Die 20,6 Meter lange VFW 614 sollte als Regionalflugzeug auch an kleineren Flughäfen in Stadtnähe starten und landen können. Deshalb legte das Unternehmen viel Wert auf leise Triebwerke und Schnellstartfähigkeit.

... die BRD zog nach und scheiterte ebenfalls

Großes Potenzial sah man bei den VFW in Bremen in Entwicklungsländern, nicht zuletzt auch um überalterte Douglas DC-3 abzulösen. Deshalb wurden auch

die Triebwerke über den Tragflächen angeordnet. Dies ermöglicht ein kurzes und damit leichtes und stabiles Fahrwerk. Bei Starts und Landungen auf Naturpisten ist das ein Vorteil.

Außerdem bedeutet die hohe Triebwerksposition besseren Schutz vor Staub und Dreck, der vom Boden aufgewirbelt wird. Kunden fand das inzwischen von Fokker aufgekaufte und in VFW-Fokker umgetaufte Bremer Unternehmen aber nur in Europa. Cimber Air nahm zwei Exemplare ab, Air Alsace drei, Touraine Air Transport acht. Die Deutsche Luftwaffe bestellte drei VFW 614, hinzu kamen drei gebaute Prototypen.

Absturz eines Prototyps

Dem Programm nicht geholfen hat der Absturz eines Prototyps. Die Maschine stützte aufgrund eines Konstruktionsfehlers aus 3000 Meter über dem Flughafen Bremen ab. Auslöser war ein Flattern des Höhenleitwerks. Und so konnte VFW-Fokker nur 16 Flieger absetzen. 1977 wurde die Produktion eingestellt.

Die letzte flugfähige VFW 614 war für das Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR unterwegs. 2012 wurde sie stillgelegt. Das Flugzeug steht heute im Museum Flugwerft Schleißheim bei München. Eine weitere Maschine war lange am Bremer Flughafen ausgestellt. 2019 wurde das Flugzeug zerlegt und nach Hamburg transportiert.

Stellplatz neben HFB 320 Hansa Jet

Die D-ASAX wurde von Auszubildenden bei Airbus in Hamburg inzwischen wieder zusammengesetzt. Zuvor mussten allerdings mithilfe von Freiwilligen noch Korrosionsschäden an Bugfahrwerk, Rumpfheck und Rumpf-Flügel-Übergang beseitigt werden. In den letzten Wochen haben die Azubis die VFW 614 mit der Seriennummer G15 neu lackiert.

Das Flugzeug, das einst für Air Alsace flog, wird in Kürze auf der Museumswieseauf dem Werksgelände in Finkenwerder einen neuen Platz bekommen. Derzeit werde der «Stellplatz für die VFW614 vorbereitet», so ein Sprecher. Dort gesellt sich die VFW 614 zu einer HFB 320 Hansa Jet und einer C-160 Transall, die gemäß Airbus ebenfalls «an die Entwicklung der Luftfahrtindustrie in Norddeutschland» erinnern. Zudem steht da auch eine Superguppy.  Für externe Besucher ist die Museumswiese allerdings nur im Rahmen der allgemeinen Werkstour zu besichtigen.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen der VFW 614.

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VFW 614: Die Bremer Firma VFW-Fokker baute in den 1970er-Jahren den Kurzstreckenjet VFW 614 mit 44 Plätzen. Neben drei Prototypen und 13 Maschinen für Fluglinien gingen auch drei Jets an die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung. Doch staatliche Gelder flossen zunehmend ins Airbus-Programm, so dass die Serienproduktion mit dem Jahr 1977 endete.

Auch diese Flugzeuge waren kommerziell ein Reinfall

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