Der Start gestaltete sich schwierig. Rauch von kanadischen Waldbränden hatte die Sicht in Teilen von Wisconsin deutlich verschlechtert, zeitweise sank sie bei der Anreise auf rund eine Meile, was zu spürbaren Verzögerungen führte. US-Präsident Donald Trump wetterte auf seiner Plattform Truth Social gegen die kanadische Regierung und drohte, die Kosten der Luftverschmutzung auf bestehende Zölle aufzuschlagen. Der Rauch verzog sich, die Flugzeughersteller zogen ihr Programm an Neuheiten wie geplant durch.
Tecnam zeigt den Bug eines neuen Modells
Die wohl größte Neuerung der Messe hat bisher Garmin mit den AXIS-Flugdisplays präsentiert. Die neue Avionik ist bereits an zahlreichen zertifizierten und experimentellen Flugzeugen zu sehen. Hersteller Bristell kündigte prompt an, die Displays künftig einzubauen. Tecnam aus Italien kündigte mit der Rivale ein neues einmotoriges Flugzeug für Privatpiloten an, angetrieben vom 300-PS-Turbodiesel Continental CD-300 und ausgestattet mit der neuen Garmin-G2000-Prime-Avionik. Das Kurios: Tecnam präsentierte nur ein Modell der Bugsektion samt Motorhaube. Das komplette Flugzeug soll 2027 auf der Aero in Friedrichshafen gezeigt werden.
Tecnam zeugt zumindest einen Teil der neuen Rivale. Tecnam
Piper-Schulungsflugzeug fliegt bald mit Kerosin
Piper hat den fertigen Prototyp der Seminole DX, eines zweimotorigen Schulflugzeugs, gezeigt. Das Besondere daran ist, dass der Seminole statt normalem Flugbenzin auch mit Kerosin fliegen kann. Kerosin ist billiger und besser verfügbar.
Air One Im Flug. Air
Neu in diesem Jahr ist das eigens eingerichtete Vertical Lift Center, die erste feste Ausstellungsfläche der Messe speziell für Drehflügler und eVTOL. Das israelische Unternehmen Air präsentierte dort sein Elektro-Fluggerät Air One, das senkrecht starten und landen kann wie ein Hubschrauber. Bereits rund 30 Exemplare sind laut Hersteller gebaut. Merlin Labs wiederum zeigte, wie eine Cessna Grand Caravan von einem Computersystem völlig selbstständig landen kann, ganz ohne Piloten.
Von der Boeing 777-200 bis zur Junkers A50
Aber die Messe besteht vor allem aus dem Treffen von Luftfahrt-Enthusiasten. Und daher sind auch in diesem Jahr wieder zahlreiche besondere Flugzeuge in Oshkosh zu sehen. Und das von ganz groß bis ganz klein: Den Auftakt macht ausgerechnet ein NFL-Team, die Arizona Cardinals schickten ihre Boeing 777-200ER, betrieben vom Charterspezialisten Gridiron Air, für einen Tag zur Besichtigung nach Oshkosh.
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