Pipistrel hat auf der EAA AirVenture 2026 in Oshkosh sein neues Schulflugzeug Voyager vorgestellt. Das zweisitzige Muster soll Trainern wie der Cessna 172 Konkurrenz machen. Pipistrel orientiert sich dabei an den kommenden MOSAIC-Regeln der FAA (Modernization of Special Airworthiness Certification), einer Neuregelung für Ultraleichtflugzeuge.
Denn statt eines Gewichtslimits steht dabei die Leistung im Vordergrund, zentral ist die Überziehgeschwindigkeit: Kleine Sportflugzeuge dürfen künftig erst ab 59 Knoten beziehungsweise 109 km/h ins Trudeln geraten. Damit sind in den USA plötzlich größere, moderne Flugzeuge für Sportpiloten erlaubt.
Die Voyager ist IFR-tauglich und für gewollte Trudelmanöver zugelassen, inklusive Rettungsfallschirm fürs ganze Flugzeug. Angetrieben wird die Maschine von einem Rotax 912 ULS. Startgewicht: 630 Kilogramm, Nutzlast 250 Kilogramm, Reichweite inklusive IFR-Reserven rund 1.370 Kilometer.
Im Cockpit sitzt das neue Garmin-AXIS-System mit Touchscreen, dazu ein Dreiachs-Autopilot, elektronischer Stabilitätsschutz und eine haptische Strömungsabriss-Warnung. Ausgeliefert werden soll das Schulflugzeug ab kommendem Jahr.