Aus vier Geräten wird eines: Garmin will das Cockpit älterer Kleinflugzeuge deutlich aufräumen. Mit dem neuen Flight Display Axis vereint der Hersteller Fluganzeige, Navigation, Sprechfunk und Bordkommunikation erstmals in einem einzigen System. Es lässt sich nicht nur in zugelassene Serienflugzeuge nachrüsten, sondern auch in experimentelle Flugzeuge und Ultraleichtflugzeuge integrieren.
Bislang waren für diese Funktionen in der Regel mehrere separate Geräte erforderlich. Mit Axis bündelt Garmin nun Fluganzeige, Navigationssystem, Funk und Bordkommunikation auf einem einzigen Display. Zu den Sicherheitsfunktionen gehört die automatische Berechnung des nächstgelegenen Flugplatzes bei einem Motorausfall. In Verbindung mit dem Autopiloten kann das System das Flugzeug selbstständig dorthin steuern.
Neue Sicherheistservices für ältere Flieger
Darüber hinaus warnt Garmin Axis, wenn eine Start- oder Landebahn bereits belegt ist oder ein Flugzeug versehentlich auf einem Rollweg zum Start ansetzt. Über eine Notfalltaste am Bildschirmrahmen lassen sich außerdem unmittelbar die Notfrequenz und der Notrufcode aktivieren sowie eine automatische Umkehr einleiten.
Das Flight Display verbindet sich per Wlan und Bluetooth mit Smartphones und Kopfhörern. Über USB-C können mobile Geräte geladen und Daten übertragen werden. Karten- und Datenbank-Updates erfolgen automatisch am Boden, zudem ist eine Motorüberwachung integriert. Besitzer eines älteren Garmin-G3X-Touch-Systems profitieren davon, dass viele bestehende Komponenten sowie die vorhandenen Einbauöffnungen weiter genutzt werden können. Dadurch soll sich der Nachrüstaufwand deutlich reduzieren.
Garmin Axis ist bereits verfügbar
Die erste Version mit einem 11,6-Zoll-Display ist bereits erhältlich und sowohl von der FAA als auch von der EASA zugelassen. Varianten mit kleineren Bildschirmen sollen Anfang 2027 folgen.