Cockpit-Armaturen: Piloten ohne Lizenz am Steuer.

Indiens Möchtegern-Piloten

Flugkapitäne mit gefälschten Lizenzen steuerten in Indien Passagierflieger - mehr als einmal.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Bei der Landung stimmte etwas nicht. Die junge Pilotin der privaten indischen Arline Indigo setzte den Airbus-Flieger mit dem Bugrad zuerst auf - nicht wie üblich mit den hinteren Rädern. Das ist nicht nur ungewöhnlich, sondern auch potenziell gefährlich. Daher rief die Landung im März dieses Jahres das indische Directorate General of Civil Aviation (DGCA) auf den Plan.Die Behörde untersuchte den Vorfall und fand heraus: Die Pilotin hätte die Maschine überhaupt nicht fliegen dürfen. Ihr Flugschein war gefälscht. Offenbar informierte ihr Ex-Mann die DGCA per Email, dass sie ihre Prüfungen nicht bestanden hatte und daher eigentlich gar keine Flugerlaubnis hat. Die Zeugnisse und Bescheinigungen, die sie beim Erwerb ihrer Pilotenlizenz vorlegte, waren gefälscht.

Schon als Einzelfall ist das ziemlich besorgniserregend. Doch es blieb nicht dabei. Inzwischen sind rund 16 Möchtegern-Piloten aufgeflogen. Die DGCA redet gar von einem «Trend». Die erwischten falschen Piloten finden sich nicht bei regionalen ANbietern, sondern bei großen Airlines des Landes. Neben Indigo flogen sie auch für die Air India, Spicejet und Jet Airways. Die Behörde ist nun daran, ganze 4000 Lizenzen zu überprüfen - und überlegt sich, wie man derartige Peinlichkeiten in Zukunft vermeiden kann und den Reisenden wieder ein sicheres Gefühl vermittelt.

Keine Gefahr für Sicherheit

Hinter dem Skandal um falsche Piloten stht sicherlich auch die explodierende Nachfrage. Indien hat den am stärksten wachsenden Inlandsmarkt der Welt. Laut dem Centre for Asia Pacific Aviation wächst er im Jahr rund 18,4 Prozent.Der Leiter der DGCA gibt denn auch zu, dass es eist nicht einfach ist, mit diesem Expansionstempo mitzuhalten. «Für eine Sicherheitsbehörde ist ein solches Szenario, in dem Fluganzahl und Passagierzahlen täglich zunehmen, natürlich eine Herausforderung», so E.K. Bharat Bhushan gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Man würde aber Flughäfen und Airlines streng überwachen, Grund zur Angst gäbe es daher nicht. «Es ist definitiv nicht unsicher, mit einem indischen Anbieter zu fliegen.»

Mehr zum Thema

ticker-indigo

Indigo fliegt täglich von Mumbai nach Daressalam

Parkhilfe-Pfosten vs. Airbus A321 Neo: Das Einparken glückte nicht.

Airbus A321 Neo von Indigo rammt beim Einparken Pfosten der Einparkhilfe

ticker-indigo

Indigo verbindet Mumbai täglich mit Hanoi

ticker-indigo

Pilgerroute: Indigo verbindet Gaya mit Bangkok

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack