Vorwurf des GeheimdienstesUkraine: Ex-Antonov-Manager haben Verteidigung der Antonov An-225 sabotiert

Der Inlandsgeheimdienst der Ukraine hat seine Untersuchungen zur Zerstörung der Antonov An-225 abgeschlossen. Zwei ehemalige Manager werden angeklagt.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Hätte die Zerstörung der Antonov An-225 verhindert werden können? Diese Frage steht im Raum, seitdem das einzigartige Frachtflugzeug im Februar 2022 durch Kämpfe am Werksflugplatz Hostomel bei Kyjiw zum Wrack wurde. Die Besatzung war laut Aussagen von Chefpilot Dmytro Antonov am Morgen des 24. Februar, als die russische Invasion begann, starklar, die Triebwerke liefen bereits. Doch das Management habe kein grünes Licht gegeben für die Evakuierung der An-225, etwa nach Leipzig, so der Kapitän.

Nicht nur die Besatzung kritisierte die Chefetage. Im Herbst 2022 wurde bekannt, dass offizielle Ermittlungen laufen. Es werde sogar untersucht, ob Antonov-Angestellte mit Russland zusammengearbeitet hätten «bei der Durchführung subversiver Aktivitäten gegen die Ukraine», die unter anderem «zur Zerstörung des Flugzeugs An-225» geführt hätten, so eine auf Militär- und Verteidigung spezialisierte Staatsanwaltschaft.

«Unbestreitbare Beweise gesammelt»

Im Frühjahr 2023 teilte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mit, dass Antonovs Ex-Generaldirektor in Untersuchungshaft sitzt. Der Vorwurf: Er soll die ukrainischen Streitkräfte daran gehindert haben, die Verteidigung des Flugplatzes vorzubereiten. Zudem habe er seine Pflichten zur Sicherung des Antonov-Eigentums nicht ordnungsgemäß erfüllt.

«Infolgedessen wurde das Flugzeug An-225 Mriya nicht rechtzeitig vor Beginn der umfassenden militärischen Invasion der Russischen Föderation auf dem Territorium der Ukraine aus der Gefahrenzone transportiert», erklärte die Generalstaatsanwaltschaft. Nun hat der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU seine Untersuchungen in dieser Angelegenheit abgeschlossen, wie er Ende Februar 2024 mitteilte. Man habe «unbestreitbare Beweise gesammelt für die Schuld ehemaliger Antonov-Funktionäre, des Geschäftsführers und des Leiters der Luftsicherheitsabteilung», teilt er mit.

Es drohen bis zu 15 Jahre Haft

Die «kriminellen Handlungen» der Manager hätten dazu geführt, dass der Flugplatz Hostomel vorübergehend eingenommen und die Antonov An-225 zerstört wurde. «Den Ermittlungen zufolge haben die beschuldigten Funktionäre am Vorabend der russischen Invasion den Zugang zum Gebiet des Flughafens der ukrainischen Nationalgarde verweigert, die dessen Verteidigung vorzubereiten wollte.» Im Januar/Februar sein der Zugang zum Gelände für das ukrainische Militär blockiert worden.

Man habe die Ergebnisse der Untersuchung, die unter Aufsicht der spezialisierten Staatsanwaltschaft stattgefunden habe, nun dem zuständigen Gericht übermittelt, so der Inlandsgeheimdienst. Den inhaftierten Angeklagten drohten mit bis zu 15 Jahren Haft.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen SieBilder der zerstörten Antonov An-225. Ein Klick aufs Foto öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

Was von der Antonov An-225 noch übrig ist: So sieht ...

So sieht die zerstörte Antonov An-225 mittlerweile aus

Die zerstörte Antonov An-225: Sie war die einzige ihrer Art.

Ex-Antonov-Chef wegen An-225-Zerstörung in U-Haft

Die zerstörte Antonov An-225: Sie war die einzige ihrer Art.

Tragen Kollaborateure Mitschuld an Zerstörung der An-225?

ticker-ukraine

EU stellt Ukraine weitere Milliarden für Kampfjets und Drohnen bereit

Video

Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack