Antonov An-225 und Crew-Mitglieder, hier im Jahr 2018: Kapitäne Dmytro Antonov, in der Mitte, erhebt nun Vorwürfe.

Pilot erhebt VorwürfeTrägt Antonov Mitschuld an der Zerstörung An-225?

Das legendäre Flugzeug ist zerstört worden. Ein Kapitän der An-225 erhebt nun schwere Vorwürfe gegenüber dem Management von Antonov Airlines.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Sie war ein Symbol der ukrainischen Unabhängigkeit und industriellen Stärke: die Antonov An-225, auch Mriya (Traum) genannt. Der einzige Sechsstrahler der Welt begeisterte immer wieder Fans auf aller Welt, wenn er für einen Frachtauftrag unterwegs war. Doch das ist vorbei.

Der Riesenflieger wurde bei einem Angriff der Russen zerstört. Fotos vom Flughafen Hostomel in der Nähe von Kiew zeigen, dass die Maschine zerstört ist, ein Wiederaufbau in nächster Zeit ist unrealistisch. Laut ukrainischem Staat würde er umgerechnet rund drei Milliarden Euro kosten.

Hatte die Nato gewarnt?

Dass der russische Angriffskrieg und die damit einhergehenden Attacken auf den Airport Hostomel der Grund für die Zerstörung der Luftfahrtikone ist, ist unbestritten. Doch ausgerechnet einer der Kapitäne der Mriya erhebt jetzt auch schwere Vorwürfe gegenüber der Betreiberin des Flugzeugs, Antonov Airlines. In einem am 18. März veröffentlichten Video bei Youtube erklärt Dmytro Antonov (das ist wirklich sein Name), dass die Airline eine Mitschuld man der Zerstörung der An-225 trägt.

In dem Video behauptet er, dass die Unternehmensleitung im Januar von der Nato und Mitarbeitenden von Antonov Logistics, dem deutschen Zweig des Unternehmens, vor einer drohenden russischen Invasion Russlands gewarnt wurde. Sie hätten erklärt, dass es ratsam wäre, die Flugzeuge aus der Ukraine abzuziehen und nach Leipzig zu bringen, wo Antonov Logistics ihren Sitz hat, wie das Portal Aeroin zuerst berichtete.

Letzter Flug nach Billund

Von Antonov Airlines gibt es bislang noch keine Stellungnahme zu den Vorwürfen ihres Mitarbeiters. Laut dem Portal Aviacionline erklärte dieser aber, dass er wegen der Vorwürfe bereits Drohungen erhalten habe. Das Management habe das Video nicht gern gesehen.

Ihre letzte Reise absolvierte die An-225 Anfang Februar. Der Riesenflieger stattete dem Flughafen Billund in Dänemark einen Besuch ab. Es war das erste Mal, dass die Mriya den Airport besuchte. 10.000 Fans begrüßten sie. Ohne zu wissen, dass es die letzte Reise der Maschine war.

Mehr zum Thema

Die Antonov An-225 am 5. Februar 2022 im dänischen Billund.

Das war die letzte Reise der Antonov An-225

Die Antonov An-25 im Hangar in Hostomel: Das größte Flugzeug der Welt wurde im Krieg zerstört.

Neue Bilder zeigen zerstörte Antonov An-225

In der Nacht vom 24. auf den 25. Februar 2022 befanden sich zwei ...

Wo die Riesenfrachter von Antonov Airlines jetzt sind

Eine Antonov An-12: Das Flugzeug kann bis zu 20 Tonnen Fracht transportieren.

Airline flottet 63 Jahre alte Antonov An-12 neu ein

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack