Eine Boeing 747 von Braniff im Jahr 1971

TexasBraniff Airways kehrt als Hotel zurück

Mehr als 50 Jahre starten und landeten die Flugzeuge von Braniff Airways in den USA. Heute lebt die Airline als Marke weiter - und bald auch wieder als Hotel.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Braniff Airways ging 1982 pleite und lebt doch bis heute weiter. Ein Nachfolgeunternehmen und eine Stiftung namens Braniff bewahren das Erbe der ehemaligen Fluggesellschaft aus Dallas im amerikanischen Bundesstaat Texas. Zudem vermarkten sie die Rechte rund um die Marke. Und auf diesem Wege entsteht nun ein Braniff-Hotel.

Zusammen mit der Immobilienfirma MM Property Holdings wird die Markenfirma Braniff Airways das ehemalige Braniff International Hostess College in der Nähe des Flughafens Dallas Love Field umbauen. Dabei handelt es sich um ein fünfstöckiges Gebäude, in dem Braniff ab Ende der 1960er-Jahre Flugbegleiterinnen unterbrachte und ausbildete.

75 Zimmer und ein Fanshop

Danach wurde es anderweitig genutzt, unter anderem als Seniorenwohnheim. Seit einigen Jahren stand es zuletzt leer. Als Braniff-Hotel soll es künftig 75 Zimmer haben und im Design der ehemaligen Airline gestaltet sein. Darin wird sich ein Braniff-Fanshop befinden, und womöglich auch Möbel aus alten Flugzeugteilen sowie ein Boeing-737-Simulator. Die Fluggesellschaft hatte in den 1970er-Jahren als Ableger selber eine Hotelkette gegründet.

Braniff Airways wurde von den Gebrüdern Braniff gegründet und bestand unter verschiedenen Namen von 1928 bis 1982. Die Fluggesellschaft konzentrierte sich lange auf den amerikanischen Kontinent. Ende des 1970er-Jahre hatte sie mehr als 100 Flugzeuge in der Flotte und expandierte mit Flügen nach Europa und Asien. Doch die Deregulierung und der steigen Ölpreis trieben die Fluggesellschaft 1982 in die Pleite.

Concordes waren nur geliehen

Bekannt war Braniff für bunte Bemalungen ihrer Flugzeuge, zum Beispiel komplett in Orange oder gestaltet von Künstlern. Zudem gehört sie zu den wenigen Fluggesellschaften, welche die legendäre Concorde flogen.

Die Überschalljets waren geliehen von Air France und British Airways. So flog etwa die französische Fluglinie mit der Concorde von Paris nach Washington. Dort übernahm die Braniff-Crew und flog nach Dallas und zurück - ohne Erreichen der Überschall-Geschwindigkeit, da man über Land flog. In Washington übernahm dann wieder Air France.

Neustarts, aber nie von Dauer

Von 1984 bis 1989 und von 1991 bis 1992 flogen erneut Fluggesellschaften unter dem Namen Braniff. 2014 gab es zumindest den Versuch einer erneuten Wiederbelebung. Den Erhalt und die Verwertung der Marke und der damit verbundene Aufbau des neuen Hotels bezieht sich allerdings auf die ursprüngliche Braniff und ihren Hotel-Ableger.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie Flugzeug, Hostess College und Merchandise von Braniff.

Mehr zum Thema

1962 wurde das vom finnisch-amerikanischen Architekten Eero Saarinen entworfene Gebäude eröffnet. Es steht längst unter Denkmalschutz.

Das wohl schönste Flughafenhotel der Welt

Braniff wurde 1928 als Tulsa-Oklahoma City Airline gegründet. Die Gründer Gebrüder Braniff verkauften sie bald und bauten 1930 eine neue Airline mit ihrem Namen auf. Nach und nach wuchs sie zu einer der großen Anbieter in den USA heran.

Auch Braniff soll wieder fliegen

Erstklass-Sitze und Manual von Braniff International Airways: Sie ließen sich hochklappen.

Donald Trump und der Streit um die Armlehne

Pan American World Airways: Das erste Büro war auf Key West in Florida - noch heute erinnert ein nostalgisches Zeichen an den «Geburtsort» der Airline. Die Airline schaffte es nicht aus der Krise.

Die größten US-Airline-Pleiten

Video

Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin