Maschine von Turkish Airlines am Flughafen Münster/Osnabrück: Im Winter sieht man sie nicht mehr.

Friedrichshafen, Karlsruhe und MünsterTurkish Airlines baut in Deutschland ab

Friedrichshafen, Karlsruhe und Münster: Die türkische Nationalairline streicht im Winter drei deutschen Regionalflughäfen aus dem Flugplan. Im Sommer will Turkish Airlines zurückkehren.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die politisch angespannte Lage nach dem Putsch und die wiederholten Terroranschläge fordern ihren Tribut. Turkish Airlines reduziert das über die vergangenen Jahre stetig ausgebaute Deutschland-Angebot auf den kommenden Winterflugplan. Die türkische Nationalairline zieht sich im Winter gleich von drei deutschen Regionalflughäfen zurück. Sie streicht die Flüge nach Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden und Münster/Osnabrück.

In Karlsruhe ist man über den Entscheid nicht erfreut. «Wir bedauern die Einstellung der Flüge sehr. Insbesondere, da wir unseren Fluggästen aus der Region über das Drehkreuz Istanbul eine Anbindung zu weltweiten Zielen bieten konnten», so Geschäftsführer Manfred Jung. Turkish Airlines hatte im Winterflugplan 2016/17 vier Flüge pro Woche nach Karlsruhe geplant. Jung glaubt aber, die Passagierzahlen steigern zu können - dank neuen Verbindungen von Wizz Air und Ryanair.

Sommersaison ist wichtiger

Auch in Münster bedauert man den Rückzug. «Wir verlieren so vier Flüge pro Woche und rund 14.000 Passagiere», sagt ein Sprecher des Flughafens. Friedrichshafen ist ebenso betroffen. Dem Bodensee Airport gehen durch die Streichung der Winterflüge von Turkish Airlines 29.000 Reisende verloren.

Einen Lichtblick gibt es für alle drei Flughäfen. Im Sommer plant Turkish Airlines zurückzukehren. Und die Sommersaison ist für Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden und Münster/Osnabrück mit täglichen Flügen viel wichtiger. In Münster etwa liegen die Passagierzahlen der türkischen Fluggesellschaft in den Sommermonaten bei 50.000 – drei Mal so hoch wie im Winter.

Allgemein deutliches Minus

Reisen in die Türkei haben bereits vor dem Putsch und vor dem Anschlag auf den Flughafen Istanbul massiv abgenommen. Das Minus bei den Flugbuchungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz für die Monate Januar, Februar und März betrug mehr als ein Drittel. Inzwischen dürfte es nochmals deutlich höher liegen. Das schmerzt auch Turkish Airlines als größter Anbieter des Landes.

Turkish Airlines erwartet für 2016 selbst nur noch 63,4 Millionen Passagiere. Ursprünglich hatte die Fluggesellschaft mit 72,4 Millionen kalkuliert. Im ersten Halbjahr hat sie einen Verlust von umgerechnet 574 Millionen Euro eingeflogen.

Mehr zum Thema

Terror trifft Turkish Airlines im Nerv

Terror trifft Turkish Airlines im Nerv

ticker-deutschland

So entwickelt sich der Luftverkehr in Deutschland in den nächsten sechs Monaten

ticker-deutschland

Deutschland beschließt Gesetzesänderung zur besseren Abwehr von Drohnen an Flughäfen

ticker-deutschland

Sommerangebot in Deutschland wächst - vor allem in die Türkei, auf den Balkan und nach Nordafrika

Video

santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack