Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle: Energiewende statt Ausbau.

Nicht grün genugFrankreich streicht Ausbau für Charles-de-Gaulle

Der Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle sollte durch den Bau von Terminal 4 gewaltig wachsen. Die Regierung findet das nicht mehr zeitgemäß. Eine Alternative ist in Sicht.

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Die vier Start- und Landebahnen des Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle boten auch vor der Corona-Krise noch genügend Platz für mehr Flugbewegungen. Was fehlte, war zusätzliche Terminalfläche. Daher plante der Betreiber Aéroports de Paris ADP den Bau eines vierten Terminals. Das gigantische Projekt sollte 7 bis 9 Milliarden Euro kosten und die Kapazität des Flughafens um 35 bis 40 Millionen Passagiere jährlich steigern.

Dieser Plan ist nun vom Tisch. «Die Regierung hat ADP gebeten, das Projekt aufzugeben und ein neues zu präsentieren, das mehr im Einklang steht mit den Zielen im Kampf gegen den Klimawandel und zum Schutz der Umwelt», sagte Frankreichs Umweltministerin Barbara Pompili gegenüber der Zeitung Le Monde.

Neues Ziel heißt Wasserstoff-Infrastruktur

ADP erklärte in einer Mitteilung, man habe die Forderung der Regierung zur Kenntnis genommen und werde ein umweltfreundlicheres Konzept erarbeiten. Die Corona-Krise habe die Wachstumsperspektiven sowieso nachhaltig beeinträchtigt und den Zeitplan für den Ausbau infrage gestellt. Man wolle führend werden in Sachen klimafreundliche Luftfahrt.

Passend dazu stellte der Flughafenbetreiber am Donnerstag (11. Februar) gemeinsam mit der Region Paris, Air France-KLM sowie Airbus einen anderen Zukunftsplan vor. Er sieht vor, «die Pariser Flughäfen in echte Wasserstoff-Hubs zu verwandeln».

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