Um sicher zu gehen, ist noch ein Radar an Bord

Wie man die letzten Meter spürt

«Vor dem Aufsetzen wird Piloten die Resthöhe angesagt. Fühlt der Pilot die letzten Meter?», fragt Leser Klaus Scheefer. Ein Linienpilot antwortet.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Die letzten Meter oder Zentimeter fühlt man als Pilot manchmal. Aber eben nicht immer. Gerade wenn man müde ist oder mit verschiedenen Verhältnissen umgehen muss, dann wird es schwierig. Winde, verschiedene Lagen oder Pistenbreiten können zu ganz anderen Anforderungen führen. Deshalb haben wir auf den letzten hundert Höhenmetern einen Radar, welcher uns die abnehmende Höhe in Fuß mit einer Stimme mitteilt (four hundred, three hundred, two hundred, one hundred, fifty, fourty, thirty, twenty, ten).

Ich fliege beispielsweise die ganze A320-Familie – also den A319, A320 und A321. Ein leichter A319 fliegt sich doch noch recht anders als ein schwerer A321. Da hilft es einem, wenn der Radio-Höhenmeter uns die letzten Meter ausspricht, damit wir ganz sicher sind.

Anderes Landen

So weiß ich beim schweren A321, dass ich beim Callout «Fifty» langsam daran denken sollte zu ziehen. «Fifty» beim leichten A319 bedeutet hingegen, dass ich ihn noch etwas weiter runterlassen muss, eventuell bis «Twenty» und erst dann zu ziehen beginne. Ziehen bedeutet die Sinkrate zu reduzieren und das Flugzeug am Anfang der Piste kontrolliert aufzusetzen.

[image2]Was Sie schon immer übers Fliegen wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Ein Pilot einer großen Fluglinie beantwortet exklusiv für aeroTELEGRAPH die Fragen der Leser. Er bleibt dabei anonym, um unabhängig antworten zu können. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an pilot@aerotelegraph.com. Jede Woche wird eine der eingesandten Fragen beantwortet. Dabei wird der Name des Einsenders veröffentlicht. Ein Recht auf Beantwortung besteht nicht.

Mehr zum Thema

Wie nutzen sich Reifen ab? Und kann man etwas dagegen tun?

Wie nutzen sich Reifen ab? Und kann man etwas dagegen tun?

Flugzeuge am Himmel: Kollisionen gilt es zu vermeiden.

Wie man Kollisionen vermeidet

Jedes Licht hat einen anderen Zweck - doch alle sind wichtig.

Was welches Licht bedeutet

Piloten im Cockpit: Vor dem Flug noch die letzten Entscheidungen treffen.

Wie man die Flugzeit berechnet

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack