Dreamliner: Akribische Kontrollen

Warum der Dreamliner sicher ist

[image1]«Ich fliege bald mit dem Dreamliner, habe aber etwas Angst. Soll ich umbuchen oder kann ich einsteigen?», fragt Leserin Barbara Pölzer. Ein Linienpilot antwortet.

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Es bleibt spannend mit dem Dreamliner. Im Februar war ich in meiner Antwort eines Lesers noch skeptisch. Nun aber würde ich einsteigen. Und als Passagier würde ich mir keine Sorgen machen. Da gibt es Flugzeuge in den Lüften, die noch ganz andere Mängel aufweisen.

Ich finde es sehr interessant zu sehen, wie eine neue Technik Probleme macht und wie man nun damit umzugehen lernt. Anscheinend hat Boeing über 200'000 Ingenieur-Stunden von über 300 Experten investiert, um das Problem zu lösen. Es gibt jetzt einige Neuerungen: Neue Batterien, weniger Spannung, besser separiert - das sind nur einige Beispiele für die Anpassungen. Interessant finde ich die Idee eines Edelstahl-Gehäuses. In diesem belüfteten Gehäuse sind die Batterien jetzt platziert und es könne darin alles geschehen, ohne dass dem Flugzeug etwas passiert. Dies zeigt allerdings auch, dass man eben den genauen Grund der Probleme noch nicht kennt.

Akribisch genau kontrolliert

Als Pilot heißt das, dass die Systeme einer noch genaueren Kontrolle bedürfen. Gewisse bewährte Flugzeugsysteme wie zum Beispiel die Hydraulik funktionieren zuverlässig und müssen nicht ständig, sondern periodisch überwacht werden. Die ständige Überwachung übernimmt der Computer. Dieser gibt bei einer Limite-Überschreitung sofort Alarm. Wir Menschen sind allerdings im Stande, bereits bevor die Limite überschritten wird einen gefährlichen Trend festzustellen. Und gerade bei den neuen B787-Batterien werden die Piloten sicherlich auf jegliche minimale Veränderungen akribisch genau achten.

Gerade wegen dieses zusätzlichen Fokus, welcher nun auf der Dreamliner-Flotte liegt, würde ich als Passagier sofort in ein solches Flugzeug einsteigen. Ich wüsste, dass die Behörden genau schauen, die Fluggesellschaften keine Fehler machen wollen, Boeing keinen weiteren Image-Schaden duldet - und vor allem, dass die Piloten total konzentriert bei der Arbeit sind.

[image2]Was Sie schon immer übers Fliegen wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Ein Pilot einer großen Fluglinie beantwortet exklusiv für aeroTELEGRAPH die Fragen der Leser. Er bleibt dabei anonym, um unabhängig antworten zu können. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an pilot@aerotelegraph.com. Jede Woche wird eine der eingesandten Fragen beantwortet. Dabei wird der Name des Einsenders veröffentlicht. Ein Recht auf Beantwortung besteht nicht.

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