Um sicher zu gehen, ist noch ein Radar an Bord

Wie man die letzten Meter spürt

«Vor dem Aufsetzen wird Piloten die Resthöhe angesagt. Fühlt der Pilot die letzten Meter?», fragt Leser Klaus Scheefer. Ein Linienpilot antwortet.

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Die letzten Meter oder Zentimeter fühlt man als Pilot manchmal. Aber eben nicht immer. Gerade wenn man müde ist oder mit verschiedenen Verhältnissen umgehen muss, dann wird es schwierig. Winde, verschiedene Lagen oder Pistenbreiten können zu ganz anderen Anforderungen führen. Deshalb haben wir auf den letzten hundert Höhenmetern einen Radar, welcher uns die abnehmende Höhe in Fuß mit einer Stimme mitteilt (four hundred, three hundred, two hundred, one hundred, fifty, fourty, thirty, twenty, ten).

Ich fliege beispielsweise die ganze A320-Familie – also den A319, A320 und A321. Ein leichter A319 fliegt sich doch noch recht anders als ein schwerer A321. Da hilft es einem, wenn der Radio-Höhenmeter uns die letzten Meter ausspricht, damit wir ganz sicher sind.

Anderes Landen

So weiß ich beim schweren A321, dass ich beim Callout «Fifty» langsam daran denken sollte zu ziehen. «Fifty» beim leichten A319 bedeutet hingegen, dass ich ihn noch etwas weiter runterlassen muss, eventuell bis «Twenty» und erst dann zu ziehen beginne. Ziehen bedeutet die Sinkrate zu reduzieren und das Flugzeug am Anfang der Piste kontrolliert aufzusetzen.

[image2]Was Sie schon immer übers Fliegen wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Ein Pilot einer großen Fluglinie beantwortet exklusiv für aeroTELEGRAPH die Fragen der Leser. Er bleibt dabei anonym, um unabhängig antworten zu können. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an pilot@aerotelegraph.com. Jede Woche wird eine der eingesandten Fragen beantwortet. Dabei wird der Name des Einsenders veröffentlicht. Ein Recht auf Beantwortung besteht nicht.

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