Boeing 777 F von Aerologic: Solch ein Flugzeug konnte nun Bahrain verlassen.

Nach Deutschland geflogenAuch zwei deutsche Airlines retten Flugzeuge aus Bahrain

Bahrain wird derzeit immer wieder vom Iran angegriffen. Aerologic und DHL-Tochter EAT Leipzig nutzen jetzt ein kurzes Zeitfenster, um Flugzeuge aus der Krisenregion nach Deutschland auszufliegen.

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Am Dienstagabend (10. März) evakuierte Gulf Air zehn Jets der Airbus-A320-Familie aus Bahrain. Zu angespannt ist die Lage im Land. Die Flugzeuge flogen - offenbar mit Sondergenehmigung - durch den eigentlich gesperrten bahrainischen Luftraum nach Saudi-Arabien. Dabei waren sie nicht allein.

Ihnen folgten sieben Frachtflugzeuge, die ebenfalls das Land verließen, das immer wieder vom Iran angegriffen wird. Zwei Boeing 737-800 F von Texel Air (A9C-JNC, betrieben für DHL, und A9C-TXY) flogen nach Muscat im Oman. Außerdem flogen fünf Frachter nach Leipzig/Halle in Deutschland: von DHL drei Boeing 767-300 F (A9C-DHT, -DHAA und -DHAC) und ein Airbus A330-200 F (D-ALEJ) sowie von Aerologic eine Boeing 777 F (D-AALB). Sie alle hatten seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar in Bahrain festgesessen.

Das sind die Flugzeuge, die nach Leipzig/Halle flogen

Die drei Boeing 767-300 F gehören der Airline DHL International Aviation, die bereits seit 1979 existiert und in Bahrain ihren Hauptsitz hat. Die Flotte der DHL-Tochter besteht aktuell aus insgesamt zehn Boeing 767-300 F, die im Durchschnitt knapp 24 Jahre alt sind. Im November 2025 hat DHL Express angekündigt, ab Oktober 2026 am Flughafen Bahrain zudem einen Wartungshangar die globale Boeing-767- und -777-Flotte von DHL zu bauen.

Der ausgeflogene Airbus A330-200 F wird von EAT Leipzig (die Abkürzung steht für European Air Transport) für den Mutterkonzern DHL betrieben. Das Flugzeug ist neun Jahre alt und gehörte einst Etihad. Derweil geht die Boeing 777 F auf die 17 Jahre zu. Sie gehört Aerologic, dem Gemeinschaftsunternehmen von DHL Express und Lufthansa Cargo mit Basis am Flughafen Leipzig/Halle.

Boeing 737 F flogen in großem Bogen nach Muscat

Die fünf großen Frachtflugzeuge flogen über Saudi-Arabien und Ägypten in Richtung Europa. Die beiden Boeing 737 von Texel Air (die aus Bahrain stammt und nicht von der gleichnamigen Nordseeinsel), konnten nicht den direkten Kurs südöstlich über Katar und die Vereinigten Arabischen Emiraten nach Muscat wählen. Sie flogen einen großen Bogen durch den saudi-arabischen Luftraum, um in die Hauptstadt des Oman zu gelangen.

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