Rot markiert: Die Gulf-Air-Flugzeuge, die Bahrain verlassen.

Karawane nach Saudi-ArabienGulf Air evakuiert zehn Airbus A320 aus Bahrain

Bahrains staatliche Fluglinie kann seit Ausbruch des Iran-Kriegs keine Flüge mehr durchführen. Jetzt hat Gulf Air zehn Airbus A320, A321 und A321 Neo außer Landes in Sicherheit gebracht.

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Über Korridore im gesperrten Luftraum ermöglichen die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Airlines schon seit vergangener Woche wieder eingeschränkten Flugbetrieb. Dagegen halten Katar und Bahrain ihre Lufträume wegen des Iran-Krieges und der geografischen Nähe zum Mullah-Staat weiterhin ganz geschlossen. Daher können Qatar Airways und Gulf Air nicht ab ihren Basen Doha und Bahrain fliegen.

Die Fluggesellschaft aus Katar hat nun aber für den 12. und 13. März ebenfalls Sonderflüge ab Doha durch Luftkorridore angekündigt. Die Fluglinie aus Bahrain dagegen weicht auf das nahe Dammam in Saudi-Arabien aus. Von dort hat sie Flüge ab dem 11. März zur Buchung freigegeben. Es geht nach London-Heathrow, Mumbai und Bangkok. Dafür brachte die Airline dieser Tage schon vier Boeing 787-9 nach Dammam. Sie tragen die Kennzeichen A9C-FC, -FD, -FI -FJ und saßen bisher in Singapur, London, Manchester und Bangkok fest.

Diese Flugzeuge flogen Gulf Air aus Bahrain aus

Derweil hat die staatliche Fluggesellschaft des Königreichs Bahrain am Dienstagabend (10. März) - offenbar mit Sondergenehmigung - zehn ihrer Kurz- und Mittelstreckenjets ausgeflogen und am saudi-arabischen Flughafen Al-Ula in der Provinz Medina in Sicherheit gebracht. In Kolonne flogen vier Airbus A320 (Kennzeichen A9C-AI, -AH, -AG und -AF), ein A321 (A9C-CD) und fünf A321 Neo (A9C-NC, -XC, -XE, -XD und -XA).

Am Montag (9. März) hatte der Iran mit einem Angriff unter anderem eine Ölraffinerie im Inselstaat Bahrain getroffen, woraufhin ein Feuer ausbrach. Auch eine Entsalzungsanlage wurde zum Ziel eines iranischen Angriffs. Und als eine Drohne einen Wohnturm in der Hauptstadt Manama traf, starb ein Mensch. Die Sicherheitslage ist also angespannt.

Iran greift an, Gulf Air weicht nach Saudi-Arabien aus

Dass die Flüge der Kurz- und Mittelstreckenjets von Gulf Air vorerst dazu dienen, diese in Sicherheit zu bringen (und nicht etwa, um von dort aus Flüge anzubieten), zeigt auch die Lage des Ziels: Al-Ula liegt im Westen Saudi-Arabiens, per Straße rund 1500 Kilometer von Bahrain entfernt. Dagegen befindet sich der Flughafen Dammam, der Gulf Air für ihre Sonderflüge dient, nur 115 Kilometer vom eigenen, derzeit geschlossenen Flughafen entfernt.

Zur Flotte von Gulf Air gehören 34 Flugzeuge von Airbus: acht A320, acht A320 Neo, vier A321 und 14 A321 Neo. Hinzu kommen für die Langstrecke elf Boeing 787-9.

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