Die gecrashte Fokker 100: Der Crew ist nichts passiert.

Pilot twittert direkt nach Crash

IRS Airlines aus Nigeria stellte im Herbst den Betrieb wegen Technikmängeln ein. Kaum repariert, crashte nun einer ihrer Jets. Der Pilot kommentierte das alles.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Nach dem Absturz einer Maschine von Dana Air im Sommer 2012 in ein Wohngebiet von Lagos fackelte die Aufsichtsbehörde nicht lange. Die Nigerian Civil Aviation Authority orderte vertiefte Inspektionen bei allen Fluggesellschaften an. Schließlich ging es um den Ruf Nigerias. Letzten Herbst dann groundete die Behörde alle Anbieter, die nur noch ein einsatzfähiges Flugzeug besaßen. Dazu gehörte auch IRS Airlines.

Nach etwas mehr als einem halben Jahr Zwangspause wollte die 2002 gegründete Fluggesellschaft noch im Mai wieder loslegen. Dazu hatte IRS Airlines ihre einzige noch operative Fokker 100 bereits generalüberholen lassen und eine zweite in die Slowakei zu einem so genannten C-Check geschickt. Diese vertiefte Kontrolle eines Flugzeuges - eine Art Hauptuntersuchung - dauert rund ein bis zwei Wochen. Dabei werden fast alle Teile genau inspiziert. Mit zwei Fliegern hätte IRS Airlines wieder abheben dürfen.

Von Bratislava zurück nach Nigeria

Diese gründliche Inspektion wurde kürzlich abgeschlossen. Am Samstag (10. Mai) flogen zwei Piloten die 25-jährige Maschine mit der Kennzeichnung 5N-SIK von Bratislava zurück nach Kano in Nigeria. «Es ist schön, wenn man einen siebenstündigen Flug hat. Man isst, man schaut einen Film und man klappt den Sessel nach hinten um zu schlafen - aber nicht, wenn man ein verdammter Pilot ist», schrieb der Flugkapitän gut gelaunt bei Twitter. Zuvor freute er sich, wie schön und neu das Flugzeug doch aussehe.

Doch bei der Rückführung lief irgendetwas schief. Über dem Niger brach plötzlich der Funkkontakt zwischen Crew und Flugsicherung ab. Wie sich später herausstellte, musste die Maschine auf einem flachen, unbebauten Feld notlanden. Was genau passierte, ist noch unklar. Doch der Crew ist nichts passiert. «Wir sind zurück von den Toten, oder Beinahe-Toten», tweetete der Kapitän nach dem Crash. Und er lud auch gleich ein Bild hoch. Darauf sieht man die Maschine mit dem Bauch auf einem trockenen Boden liegen. «Wie wir überlebten, ist eine andere Geschichte», schreib er weiter. Und: «Unser Leben liegt in den Händen Gottes und er kann es jederzeit nehmen. Offenbar wollte er unsere noch nicht.»

«Ich liebe zu fliegen - immer»

Dem Engagement des Kapitäns und der Liebe zu seinem Beruf tat der Unfall keinen Abbruch. «Ich liebe zu fliegen - immer», schrieb er weiter (siehe Twitter-Feed unten). Weniger ideal ist der Crash aber für IRS Airlines. Sie muss nun ein weiteres Flugzeug wieder flugtauglich machen, bevor sie ihren Betrieb wieder aufnehmen kann. «Es ist ein großer Rückschlag für uns», erklärte ein Vertreter der Airline gegenüber der Zeitung This Day.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Eine Dash 8 von Air Kenya und die bisherigen Stopps der Auslieferungsroute: Kleiner Flieger, langer Weg.

So fliegt eine Dash 8-200 von Kanada nach Kenia

Flieger von Air Senegal: Airline in der Krise.

Regierung stellt Notfallplan zur Rettung von Air Sénégal vor

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies