Citation CJ2: Einer der Jets von Fly Victor.

Die schicke Mitfluggelegenheit

First-Class-Alternative: Ein britischer Unternehmer macht Flüge im privaten Businessjet jetzt für viele erschwinglich.

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Die Idee entstand aus Frust: Clive Victor flog im November 2009 mit British Midland Airways (BMI) von Mallorca nach London. Es war der letzte BMI-Flug auf der Strecke, die der Geschäftsmann oft zurücklegte. Victor kam mit anderen Passagieren ins Gespräch - und verließ das Flugzeug mit einer Geschäftsidee.

Nur zwei Jahre später mündete diese im offiziellen Start von Fly Victor, einer Art Mitfluggesellschaft für Privatjets. Wie die funktioniert: Auf der Webseite von Fly Victor kann man einer Community beitreten. Die Mitglieder können sich dann für einzelne freie Sitzplätze in Privatfliegern eintragen, die andere Reisende bereits gechartert haben.

Je voller der Flug, desto günstiger das Ticket

Der Preis variiert, je nachdem, wie voll die Jets werden. Die Fly-Victor-Passagiere können zum einen einen fixen Preis für ihren Platz zahlen. Dieser reduziert sich dann je mehr sich der Jet füllt. Ein Beispiel: In der Testphase hat sich gezeigt, dass die Ticketpreise für einen Flug von Paris Charles-de-Gaulle nach Farnborough in Großbritannien nach und nach von etwa 2800 Euro auf rund 970 Euro gesunken sind. Die Fly-Victor-Mitglieder können aber auch ein Gebot für den Sitzplatz angeben und hoffen, dass es angenommen wird.

Bisher hat die Community 343 Mitglieder. In einem Jahr will Victor es auf 1500 schaffen. Gestartet ist er mit einer Flotte von 124 Jets in Europa, die er durch Partnerschaften mit verschiedenen Anbietern von Business-Charterflügen zusammengestellt hat. Bis Ende August sollen es schon 160 sein, bis Ende des Jahres 200. Diese Zahl solle sich drastisch erhöhen, wenn er, wie geplant, schon 2012 ins weitere Ausland expandiert.

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