Embraer E190 von Flynonstop: Ab Süd-Norwegen nach Südeuropa.

Flynonstop: Altenrhein statt Berlin

Nur einen Monat nach ihrem Start streicht die norwegische Airline ihre Flüge nach Berlin, Paris und Parma. Und baut mit anderen Destinationen aus.

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Espen Hennig-Olsen will die Wahrheit erst gar nicht schönreden. «Wir mussten etwas tun, um übermäßige Verluste zu vermeiden», sagte der Besitzer von Flynonstop dieser Tage gemäß dem norwegischen Wirtschaftsportal E24. Und deshalb streicht er die vor einem Monat erst eröffneten Strecken von der Basis Kristiansand nach Berlin und Paris per Mitte Juni bereits wieder aus dem Flugplan. «Im Sommer wollen die Leute offensichtlich nicht in Städte fliegen», begründet der Chef der neuen Fluggesellschaft. Die für Juni neu geplante Route nach Parma wird gar nie in Betrieb genommen. Gegenüber dem norwegischen Radio NRK erklärte Hennig-Olsen, die Auslastung im Mai habe 30 Prozent betragen. Das sei für den ersten Monat nicht schlecht, aber doch weniger als erwartet.

Der Fehlstart bedeutet nicht, dass Hennig-Olsen schon aufgibt. Er will sich nun im Sommer vermehrt auf die Mittelmeerdestinationen Barcelona, Dubrovnik und Nizza konzentrieren. Und für den Herbst und Winter hat er ebenfalls bereits Pläne. Ab dem 28. Oktober fliegt er mit seiner Flynonstop von Kristiansand neu nach Alicante, Dublin und Stockholm. Und im Januar soll Manchester hinzukommen. Daneben überlegt er sich Inlandsstrecken in den Flugplan aufzunehmen.

Neu nach St. Gallen

Doch das ist noch längst nicht alles. Ebenfalls im neuen Jahr will Flynonstop vom Flughafen Ålesund auf der westnorwegischen Insel Vigra neu nach St. Gallen-Altenrhein fliegen. Damit werde es zum ersten Mal möglich, von Westnorwegen direkt in die Alpen zu fliegen, so die Fluglinie. Von Altenrhein sei es nur eine kurze Entfernung zu den bekannten österreichischen Skigebieten von St. Anton, Ischgl oder den schweizerischen Skiorten Davos und Klosters. Der Flug in die Schweiz wird vom 1. Januar bis zum 29. März zwei Mal wöchentlich durchgeführt.

Flynonstop will sich nach eigenen Angaben nicht nur mit der Wahl der Basis Kristiansand 330 Kilometer südlich der Hauptstadt Oslo von der Konkurrenz abheben. «Wir haben einen kostengünstigen Betrieb, eine einfache Preisgestaltung und hohe Servicequalität» so das Unternehmen. Jeder Passagier bekommt gratis ein iPad zur Benutzung, um auf dem Flug spielen oder Filme schauen zu können. Die Menüs werden von der hippen norwegischen Restaurantkette Bølgen & Moi und deren Chefkoch Trond Moi kreiert. Die Flotte besteht aus einer Embraer E190.

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