Heckflosse von Fly A: Die Airline will eine Marktlücke füllen. (Montage)

Neuer Billigflieger aus der Schweiz

Fly A heißt die neue Airline aus Genf, die Europa zu Kampfpreisen mit Zielen in den USA verbinden will. Starten soll sie Mitte 2013.

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Die Pläne scheinen bereits ziemlich konkret zu sein. Die neue Schweizer Fluggesellschaft werde rund 200 Mitarbeitende zählen und mit einer Flotte von drei Airbus A330 starten. Fly A, so der Name, will sich als Langstrecken-Billigflieger positionieren. «Der von uns aufgestellte Geschäftsplan verspricht, dass wir gewisse Interkontinentalflüge für unter 100 Franken anbieten können», bestätigte Firmenchef Julian Cook gegenüber der Nachrichtenagentur SDA einen Bericht des Wirtschaftsmagazins PME Magazine. Das entspricht Preisen von knapp 85 Euro. Vorbild für die Airline sollen Easyjet und Ryanair sein. Das bedeutet, dass die Tickets sehr günstig sind, alle anderen Zusatzleistungen aber extra kosten werden.

Cook ist in der Luftfahrt kein Unbekannter. Nachdem die Swiss 2003 entschied, die Route von Genf nach Lugano einzustellen, gründete der Genfer Unternehmer Flybaboo. Die Airline startete mit einem geleasten Bombardier Dash-8-Flieger, später kaufte sie zwei eigene Maschinen des Typs, dann auch drei Embraer E190. Sie baute ihr Netz laufend aus und flog Ziele in ganz Europa an. Geld verdiente sie aber nie. Im Herbst 2010 war Flybaboo am Ende und wurde von der Konkurrentin Darwin Airlines geschluckt. Cook war bereits 2007 ausgestiegen und hatte die Airline an Investoren aus dem Libanon verkauft. Schon drei Jahre später bereitete der Genfer sein Comeback vor und gründete die Fly Africa Holding. Sie sollte dereinst als Fluglinie in Westafrika operieren. Wohl nicht zuletzt weil Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou 2011 Fastjet als Billigflieger für Afrika vorstellte, änderten sich Cooks Pläne. Aus dem Unternehmen Fly Africa mit Sitz in Genf wurde Fly A (siehe Dokument unten).

Suche nach Investoren

In einer ersten Phase von fünf bis sieben Jahren will sich Cook mit seiner Airline auf Flüge von bis zu zehn Stunden konzentrieren. Man wolle «verschiedene europäische Metropolen mit großen Küstenstädten in den USA verbinden», sagt Cook. Ab London oder Paris plane man Flüge nach New York, Boston, Montréal oder auch Miami. Mit einem Grundkapital von 760'000 Franken besitzt das Unternehmen des Schweizer Aviatikunternehmers derzeit noch zuwenig Mittel, um den Flugbetrieb aufzunehmen. 190 Millionen Franken will Cook in den nächsten zwölf Monaten aufnehmen. Er sei bereits mit Investoren im Gespräch, die aus der Lowcost-Branche stammten. Im Sommer 2013 will die Airline dann erstmals abheben.

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