Flieger und Streckennetz: So stellen sich die Planer Fly Bair vor.

Crowdfunding in BernFly Bair sammelt eine Million Franken ein

Fast 1400 Unterstützer und mehr als eine Millionen Franken: Der Flughafen Bern hat einen großen Schritt auf dem Weg zum Aufbau einer eigenen Airline getan.

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Eine eigene Fluglinie gegen die Krise - mit diesem Ziel startete der Flughafen Bern Anfang November ein Crowdfunding für eine virtuelle Airline namens Fly Bair. Innerhalb von einem Monat sollten so eine Million Franken zusammenkommen, um - zusammen mit anderen Geldern - einen Start des Flugbetriebes im Sommer möglich zu machen.

Am Freitag (29. November) war das Ziel nun erreicht: «Innerhalb von 29 Tagen schafften es die Initianten des Berner Airline-Projekts, via Crowdfunding eine Million Franken zu sammeln», teilt der Flughafen mit. Umgerechnet sind das rund 909.000 Euro.  «Wir freuen uns, dass wir dieses Zwischenziel bereits vor dem Fristablauf am 2. Dezember erreicht haben und danken fast 1400 Bernerinnen und Bernern sowie der Berner Wirtschaft», sagte Flughafen-Präsident Beat Brechbühl.

Tickets ab Januar auf der Webseite

Reiseveranstalter, welche fixe Sitzplatzkontingente gebucht haben, könnten nun mit dem Verkauf der Ferienflüge ab Bern beginnen, so der Flughafen. Ab Januar sollen Tickets auch direkt auf der Website von Fly Bair erhältlich sein. «Wir führen dennoch weiterhin Gespräche mit diversen Unternehmen aus dem Großraum Bern, um sie dazu zu bewegen, in Fly Bair zu investieren und so über genügend Reserven für die ersten Betriebsjahre zu verfügen», so Flughafen-Chef Urs Ryf. Auch Privatpersonen könnten sich weiterhin beteiligen.

Fly Bair will bereits ab Mai 2020 tägliche Sommerferienflüge ab Bern-Belp anbieten. Das erste Ziel soll Palma de Mallorca mit «mehreren Flügen pro Woche» sein, gefolgt von Menorca, Jerez, Olbia, Preveza, Rhodos, Kos und Kreta mit jeweils ein bis zwei Verbindungen wöchentlich. Als rein virtuelle Airline wird Fly Bair weder eigene Flugzeuge noch Crews haben. Das Marketing der Flüge soll die Charterairline Lions Air übernehmen, die Flugzeuge stellt German Airways aus der Zeitfracht-Gruppe. Vorbild für Fly Bair ist die Mannheimer Rhein-Neckar Air, sie sich seit Jahren erfolgreich schlägt.

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