Boeing 787 über Plamölplantage (Montage): Indonesien macht Druck.

Indonesien droht Airbus und BoeingWer Palmöl kauft, bekommt Bestellungen

Um seine Palmöl-Exporte sicherzustellen, macht Indonesien Druck auf die EU und die USA. Das Land koppelt daran Flugzeug-Orders bei Airbus und Boeing.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Palmöl ist eines der wichtigsten Exportgüter Indonesiens. Um die Verkäufe auf hohem Niveau zu halten, scheut der südostasiatische Land auch nicht vor Drohungen zurück, wie sich nun zeigt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, will die Regierung erreichen, dass indonesische Firmen Palmöl-Treibstoffanlagen in den USA und Frankreich errichten und mit Rohstoffen aus der Heimat betreiben dürfen. Dies soll demnach die Bedingung des Inselstaates dafür sein, dass indonesische Airlines Jets bei Boeing oder Airbus kaufen.

Die EU hat beschlossen, bis zum Jahr 2030 Palmöl aus Kraftstoffen zu verbannen, die USA haben sogenanntes Biodiesel aus Indonesien mit hohen Antidumpingzöllen belegt. Indonesiens Handelsminister Enggartiasto Lukita erörterte daher Ende Juli in den Vereinigten Staaten den Wunsch nach der Genehmigung für die Treibstoffanlagen und sprach danach laut Reuters von einer positiven Reaktion. Boeing und Airbus wollten sich gegenüber der Agentur ebenso wenig äußern wie indonesische Fluggesellschaften.

Orang-Utans verlieren Lebensraum

Palmöl ist in vielen sogenannten Biotreibstoffen enthalten sowie in Lebensmitteln, Kosmetik, Putzmitteln und mehr. Jedoch werden etwa in Indonesien große Flächen des Regenwaldes für den Anbau der Ölpalmen brandgerodet. Dadurch gelangt klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre und Tiere wie Orang-Utans verlieren ihren Lebensraum. Zudem werfen Menschenrechtler Konzernen vor, für den Anbau Kleinbauern zu vertreiben.

Dabei hält Greenpeace fest, dass die Ölpalme an sich keine schlechte Pflanze ist. «Im Gegenteil, sie hat sogar einen viel höheren Ölertrag pro Hektar als andere Ölpflanzen», schreibt die Umweltschutzorganisation. «Wichtig ist, wie und wo Ölpalmen angebaut werden und dies nicht auf Kosten von Mensch und Umwelt geschieht.»

Mehr zum Thema

ticker-eu-europaeische-union

EU verhängt Flugverbot gegen Airlines aus Suriname und Tansania

ticker-eu-europaeische-union

EU-Staaten müssen neuen Kompromiss bei Fluggastrechten finden - Vorschlag im letzten Moment abgelehnt

ticker-eu-europaeische-union

Neue EU-Regel: Flugpreise grundsätzlich immer mit Handgepäck

ticker-eu-europaeische-union

EU will Entschädigungen bei Flugverspätungen weitgehend unverändert lassen

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies