Airbus A321 Neo von ANA: Von den Problemen betroffen.

ANA erklärt den ProzessSo laufen die Inspektionen der Airbus-A320-Neo-Triebwerke ab

Auch ANA All Nippon Airways ist vom Problem mit den Triebwerken des US-Herstellers betroffen. Die Airline muss deshalb auch Flüge streichen. Und sie erklärt im Detail, wie die Motoren untersucht werden.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Abkürzung AOG ist in der Luftfahrt nichts, was man gerne nutzt. Sie steht für Aircraft On Ground. Also für ein Flugzeug, das nicht abheben kann und damit auch keine zahlenden Passagiere transportieren kann. Bis 2026 dürften weltweit jedes Jahr 350 Jets der A320-Familie «AOG» sein. Der Grund: Bei Motoren von Pratt & Whitney ist es bei der Fertigung zu Anomalien bei der Schmiede eines Pulvermetalls gekommen.

Das zwingt Airlines weltweit, ihre Pläne anzupassen. Lufthansa etwa fliegt länger als geplant mit älteren Maschinen, um Ausfälle der zu überprüfenden Jets auszugleichen. Jetzt hat sich auch ANA All Nippon Airways geäußert, wie das Problem die japanische Airline trifft. Insgesamt 33 Flugzeuge, darunter 11 A320 Neo und 22 A321 Neo, sind vom Problem betroffen. Ab Januar beginnt ANA mit den Inspektionen.

30 Flüge pro Tag streichen

Aus diesem Grund ist die Fluggesellschaft gezwungen, rund 30 Flüge pro Tag zu streichen. Insgesamt fallen zwischen Januar und März 3,6 Prozent der geplanten Flüge aus, schreibt die Airline. Auch nach März könnte es zu Streichungen kommen. Darüber wird die Airline später informieren.

ANA erklärt genau, wie bei den nötigen Inspektionen vorgegangen wird. 250 bis 300 Tage pro Triebwerk dauert die Überprüfung. Bei den Inspektionen werden die Triebwerke mit Hilfe von Ultraschallgeräten auf Defekte überprüft. Werden Mängel festgestellt, müssen die Teile ausgetauscht werden.

Verschiedene Scheiben betroffen

Bei den Teilen handelt es sich um verschiedene Triebwerksscheiben (s. Grafik unten) – rotierende Scheiben, die an der Welle eines Triebwerks befestigt sind und die Schaufeln in Position halten. Sie befinden sich an zwei Stellen im Triebwerk.

(Grafik: Pratt & Whitney)

Betroffen sind Triebwerke vom Typ PW1100G-JM. Die Flugzeuge der A320-Neo-Familie sind mit Triebwerken von zwei Herstellern erhältlich. Insgesamt rund 3000 Triebwerke sind von dem aktuellen Problem betroffen. Neben den Motoren von Pratt & Whitney stehen auch Leap-1A-Triebwerke von CFM International zur Auswahl. Mit diesen ist unter anderem die Lufthansa-Tochter Eurowings unterwegs.

Mehr zum Thema

P&W-Triebwerk an einem Airbus A320 Neo: Viele müssen vorzeitig zur Inspektion.

Das ist Pratt and Whitneys neues Airbus-A320-Neo-Problem

D-AIQS: Immer noch fleißig unterwegs.

Lufthansa muss wegen Triebwerksproblemen länger mit alten Airbus A320 fliegen

GTF-Triebwerk auf einem Prüfstand von Pratt and Whitney: Die Motoren müssen zur Inspektion.

Problem mit Triebwerken für Airbus A320 Neo doppelt so groß wie gedacht

alaska airlines

Alaska Airlines ist nun anders stolz auf Boeing

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack